Stuttgart & Region

Bundesregierung hält nichts von Äffle-und-Pferdle-Ampel

Modell einer Ampel mit den Figuren «Äffle und Pferdle»
Das Modell einer Ampel mit den Figuren "Äffle und Pferdle". Foto: Bernd Weissbrod/Archiv © dpa

Stuttgart. Die Bundesregierung will keine Äffle-und-Pferdle-Ampel ermöglichen.

Eine entsprechenden Änderung der Vorschriften, wie sie für eine solche Ampel notwendig wäre, wurde abgelehnt: Fantasiezeichen führten zu Irritationen bei den Verkehrsteilnehmern, heißt es in einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Benjamin Strasser, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Fußgängerampeln müssten nach den geltenden Vorschriften stehende und gehende Fußgänger zeigen. Der zuständige Bund-Länder-Fachausschuss sei vor kurzem ohne Gegenstimmen zu dem Ergebnis gekommen, dass es keiner Ergänzung bedarf.

"Weltweit signalisieren rotes und grünes Ampellicht den Unterschied zwischen Stoppen und Bewegen", kritisierte Strasser die Haltung von Bund und Ländern. "Vereinzelte individuelle Motive an Fußgängerampeln stellen kein Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr dar."

Der Äffle-und-Pferdle-Club kämpft seit über zwei Jahren für eine Ampel mit den beiden bekannten Zeichentrickfiguren des SWR. Sie hatten 2017 eine Online-Petition gestartet, die über 12 0000 Unterstützer fand. Andernorts in Deutschland gibt es außergewöhnliche Ampelmännchen - beispielsweise die Mainzelmännchen in Mainz. Für diese wurden Ausnahme- oder Kompromissregelungen getroffen.