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Corona-Ausbruch nach Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd: Mittlerweile über 100 Fälle in der Region

Corona Test Coronavirus Symbol Symbolbild
Ein Mundabstrich-Set für Coronatests. © ZVW/Benjamin Büttner

Im Ostalbkreis sind über das Wochenende 14 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden, die sich alle auf eine Trauerfeier vom 14. Juli in Schwäbisch Gmünd zurückführen lassen. Das gab das Landratsamt in Aalen am Montag (03.08.) per Pressemitteilung bekannt.

Damit steigt die Zahl der Corona-Fälle, die mit diesem sogenannten Superspreading Event im Zusammenhang stehen, auf über 100 an. Sechs Infizierte wohnen im Rems-Murr-Kreis, auch der Landkreis Göppingen ist betroffen.

Im Ostalbkreis wurden in den letzten sieben Tagen 55 Neuinfektionen gemeldet, wie eine Sprecherin des Landratsamts auf Nachfrage mitteilt. Damit entspannt sich die Lage etwas: Zwischenzeitlich waren es über 70 gewesen.

Ab 50 neuen Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche ist ein Landkreis gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen. Im Ostalbkreis entspricht das 157 Neuinfektionen.

Superspreading Event

Als Superspreading Event werden Ereignisse bezeichnet, bei denen sich in einem kurzen Zeitraum auf begrenzter Fläche viele Menschen mit einem Krankheitserreger infizieren. Bei Infektionskrankheiten, die durch Coronaviren ausgelöst werden, ist das Phänomen besonders verbreitet.

Eine exakte wissenschaftliche Definition für Superspreading Events gibt es nicht, ebenso wenig eine festgelegte Mindestzahl von Fällen, die infolge eines solchen Ereignisses auftreten müssen - das Robert-Koch-Institut spricht lediglich von mehr Infektionen "als üblich".