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Coronavirus: Drive-In-Teststation wie in Esslingen?

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Auch in Esslingen steht eine Drive-In-Teststation. © ZVW/Gülay Alparslan

Schwäbisch Gmünd.
Wegen der Coronavirus-Epidemie hat die Stadt Schwäbisch Gmünd als Ortspolizeibehörde bisher bei neun Menschen im Stadtgebiet eine häusliche Quarantäne angeordnet. Acht städtische Mitarbeiter sind in Zusammenhang mit Corona derzeit vom Dienst freigestellt. Über diese Zahlen unterrichtete Oberbürgermeister Richard Arnold am Mittwoch den Gemeinderat. Landrat Klaus Pavel sagte im Kreistag mit Blick auf die Corona-Epidemie in Italien, er könne nicht mit Sicherheit ausschließen, „dass wir in zwei Wochen ähnliche Zustände haben“. Jetzt gelte es, alles zu tun, „dass wir keine Welle bekommen“. Wenn sie aber kommt, sei dies für den Ostalbkreis eine große Herausforderung. Geplante Eingriffe an den Kliniken würden bereits verschoben, damit im Bedarfsfall Isolierbetten zur Verfügung stünden.

Der Pferdemarkt wurde abgesagt

Die gleiche Zielrichtung hatte ein Appell Richard Arnolds: Alle, die eine Reise planen, sollten dies sehr gut abwägen, nachdem immer mehr Gegenden zu Risikogebieten erklärt werden. Arnold appellierte auch an alle Einrichtungen, die besonders gefährdete Menschen betreuen oder ältere Vorerkrankte pflegen, diesen Personen größtmöglichen Schutz zu bieten.

Die Stadt hat den für Sonntag vorgesehenen Pferdemarkt wegen der Virusgefahr abgesagt, der Handels- und Gewerbeverein sagte auch den dazu geplanten verkaufsoffenen Sonntag ab. Vorgeschlagen wurde, diese Veranstaltungen am Sonntag, 10. Mai, nachzuholen. Stadträtin Daniela Dinser, beruflich Dezernentin für das öffentliche Gesundheitswesen im Landes-Sozialministerium, meinte, Baden-Württemberg habe „das Ausbreitungsgeschehen derzeit im Griff“. Ihr Fraktionskollege Christian Baron, Gesundheitsdezernent im Esslinger Landratsamt, berichtete, dass dort ein „Drive-In“ für Corona-Tests eingeführt wurde. Schon am dritten Tag seien mehr als 1000 Menschen, die mit dem Auto vorfahren, getestet worden. So werde in großem Maße Schutzkleidung gespart. OB Arnold sah dies auch als Möglichkeit für den Ostalbkreis, nachdem immer weniger Hausärzte Corona-Tests durchführten, wie er sagte.