Deckel bleiben an der Flasche: Was bedeutet das für Konzerte in Stuttgart?
Es ist seit Wochen ein vieldiskutiertes Thema: Die neue EU-Plastikflaschenverordnung zwingt die Getränkehersteller zu einer Umstellung beim Verschlussdeckel. Ab Juli müssen die Deckel von PET-Flaschen mit einem Volumen von bis zu drei Litern auch nach dem Öffnen fest an der Flasche bleiben. Dies führt auch zu Änderungen bei der Getränkeausgabe auf Veranstaltungen und Konzerten in Stuttgart.
Das ändert sich bei Veranstaltungen im Neckarpark
Im Stuttgarter Neckarpark beispielsweise wurden sowohl in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle als auch in der Porsche-Arena aus Sicherheitsgründen die Getränkeflaschen zum Teil auch ohne Deckel ausgegeben. "Für jeden Künstler gibt es ein individuelles Sicherheitskonzept für alle am Konzert beteiligten Gewerke", erklärt Alexa Neidhard, vom Event-Caterer Benz & Co.
In der Regel seien die Plastikflaschen allerdings bereits in der Vergangenheit verschlossen herausgegeben worden. "Bei den Produkten von Coca-Cola bleibt der Verschlussdeckel bereits jetzt an der Flasche dran." Wann genau andere Hersteller wie beispielweise Ensinger Mineralwasser, dessen PET-Flaschen ebenfalls bei Veranstaltungen im Neckarpark ausgegeben werden, nachziehen, wisse Neidhard nicht. "Wir rechnen aber damit, dass die Umstellung bei Ensinger auf Deckel, die an der Flasche verbleiben werden, in der nächsten Zeit stattfinden wird."
Neue EU-Plastikflaschenverordnung greift zum 3. Juli
Fakt ist: Spätestens bis zum in Kraft treten der neuen Richtlinie am 3. Juli muss die Umstellung erfolgt sein. Auch Tetra Paks müssen dann mit einem festen Verschluss ausgestattet sein. Mit der neuen Verordnung soll der Plastikmüll und daraus resultierend auch der Plastikverbrauch in der Industrie reduziert werden. Für den einen oder anderen Verbraucher könnte die Umstellung auch Auswirkungen auf den gewohnten Trinkstil haben.



