Stuttgart & Region

Die Haubenlanguren haben wieder Nachwuchs

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Haubenlaguren in der Wilhelma © ZVW
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Haubenlangur-Jungtier Thumbi an der Brust von Mutter Kandra.
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Haubenlangur-Weibchen Kandra mit der am Daumen nuckelnden Tochter Thumbi.

Selten und originell: Familie der Haubenlanguren wieder angewachsen

Die Zucht der in der Natur bedrohten Haubenlanguren ist eine echte Erfolgsgeschichte. Mit der jüngsten Geburt jetzt im Dezember hat sich ihre Zahl in der Wilhelma von fünf auf zehn Tiere in nur zwei Jahren verdoppelt. In ihrem ursprünglichen Lebensraum, dem östlichen Java, haben sich die Haubenlanguren sehr stark auf das Laub der Mangroven- und Küstenwälder als Nahrungsquelle eingestellt. Der Rückgang der Wälder bedroht daher ihr Überleben ernsthaft. Auch in Zoos sind sie selten. In Deutschland kann man diese originellen Affen außer in Stuttgart nur in den Zoos von Köln und Berlin sehen. 

Haubenlanguren sind alles andere als ruhig

Manch ein Besucher hat gar keine Vorstellung von den Affen, wenn er ihren Namen hört. Die Akrobatik der Gibbons zieht im Außengehege viele Blicke auf sich, aber nur wenig Zuschauer gehen in das Gebäude. Denn drinnen geht es noch lebhafter zu. Die indonesischen Schlankaffen sind alles andere als still – gerade mit ihrer "Krabbelgruppe", die auf nun fünf Jungtiere im Alter von maximal zwei Jahren, angewachsen ist. Eigentlich müsste es Kletter- und Hüpfgruppe heißen, denn die Kleinen hangeln und springen, baumeln und schaukeln, was das Zeug hält.


Nur der Säugling Thumbi ist mit seinen drei Wochen noch zaghafter. Ihre Schwester Malana, die am 23. Dezember vor zwei Jahren geboren ist, hilft beim Tragen des Babys, wenn Mutter Kandra einmal fressen muss.

Frauen helfen sich gegenseitig mit dem Nachwuchs

Bei Haubenlanguren, die den Namen wegen ihrer ulkigen „Punkfrisur“ tragen, ist es üblich, dass andere Weibchen der Sippe sich an der Aufzucht beteiligen. Dies klappt hier gut, seit sie praktisch parallel Nachwuchs haben: Amoli brachte im Februar 2016 Tochter Jaree und im März 2017 Sohn Nibori zur Welt.

Thumbi ist in dem ganzen Trubel leicht auszumachen. Sie hat wie alle Neugeborenen dieser Art anfangs ein Fell in strahlendem Goldorange. Später entwickelt sich daraus entweder ein rotes oder schwarzes Haarkleid. Dass bei Haubenlanguren beide Geschlechter in diesen unterschiedlichen Färbungen auftreten, macht sie zu etwas Besonderem. An der Schwanzspitze ist zuerst abzulesen, welche Variante es letztlich sein wird.