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Eiswelt Stuttgart startet am 7. Oktober – Schließung wegen Energiekrise möglich

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Symbolfoto. © Pixabay/anncapictures

Die Eiswelt Stuttgart startet am 7. Oktober wieder in die Hauptsaison. Das teilt die Pressestelle der Stadt Stuttgart in einer Pressemitteilung am Donnerstag (15.09.) mit.

Laut Mitteilung startet Halle 2 allerdings mit einer Verzögerung von zwei Wochen.

Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sagte: „Uns ist bewusst, dass die Eiswelt viel Energie verbraucht. In einer Gesamtabwägung sind wir dennoch trotz der Energiekrise zu der Überzeugung gekommen, auch mit der zweiten Halle an den Start zu gehen – im Interesse der Eissportvereine und aller Eissportbegeisterten, die den öffentlichen Eislaufbetrieb nutzen wollen.“

Kinder und Jugendlichen waren die Verlierer der Corona-Pandemie

Allerdings sei allen Beteiligten deutlich gemacht worden, dass die Öffnung jederzeit widerrufen werden könne. „Sollte sich die Energiekrise zuspitzen und die Versorgungssicherheit der Bevölkerung in Gefahr geraten, müssten wir die Eiswelt schließen“, so Nopper weiter.

Die Stadtverwaltung hatte im Sommer eine Liste mit denkbaren Energiesparmaßnahmen erstellt, um den Energieverbrauch von Stadtverwaltung und städtischen Eigenbetrieben spürbar zu senken. Auch die Nichtinbetriebnahme der zweiten Eishalle der Eiswelt sei diskutiert worden. Vor diesem Hintergrund sei die Beeisung in der Halle 2 vorerst zurückgestellt worden.

Eine Schließung hätte aber nicht nur den Spielbetrieb und die Wettkämpfe der eissporttreibenden Vereine, sondern auch das ehrenamtliche Engagement in der Nachwuchsarbeit in Gefahr gebracht.

Sportbürgermeister Dr. Clemens Maier gab deshalb zu bedenken: „Gerade die Kinder und Jugendlichen waren die Verlierer der Corona-Pandemie. An sie müssen wir deshalb besonders denken. Jetzt die zweite Halle der Eiswelt zu schließen, wäre das Aus für viele Vereinsangebote gewesen“.

Langfristiges Ziel: Die Klimaneutralität der Eiswelt

Die Stadtverwaltung habe in den zurückliegenden Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um den Energieverbrauch der Eiswelt zu reduzieren. Langfristiges Ziel ist die Klimaneutralität der Eiswelt. Deswegen wurde in den letzten Jahren die komplette Beleuchtung durch LED-Technik ersetzt, die Kältemaschinenregelung optimiert und die Kälteanlage durch ein effizienteres Rückkühlwerk verbessert.

Außerdem wurden Eiswelt und die neue Sporthalle Waldau miteinander verbunden, so dass selbst erzeugter Strom der Sporthalle in der Eiswelt abgenommen werden kann.

Aktuell wird die Eiswelt über ein Blockheizkraftwerk, einen Gaskessel und eine Solarthermie-Anlage beheizt. Um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu ermöglichen, soll der Gaskessel künftig durch eine Wärmepumpenanlage ersetzt werden. Als Wärmequelle wird dann für die Wärmepumpe die Abwärme aus den Kältemaschinen verwendet. Zudem wird auf dem Dach der Halle 1 eine PV-Anlage angebracht.