Stuttgart & Region

Erster Feinstaubalarm der Saison am Sonntag möglich

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Feinstaubalarm. © Jamuna Siehler

Stuttgart. Am 15. Oktober beginnt in Stuttgart die fünfte Feinstaubalarm-Periode. Bereits am Sonntag, 13. Oktober, könnte schon der erste Feinstaubalarm ausgelöst werden. Die für das Wochenende erwartete Wetterlage zumindest könnte das begünstigen.

Wie die Stadt Stuttgart mitteilt, beginnt am 15. Oktober die fünfte Feinstaub-Periode. Bis zum 15. April 2020 hat die Stadt Stuttgart damit die Möglichkeit, Feinstaubalarm auszurufen. Ein Alarm würde dann ab Dienstag, 15. Oktober, 0 Uhr, für den Autoverkehr und ein Betriebsverbot für Komfortkamine erstmals am Dienstag, 15. Oktober, 18 Uhr, in Kraft treten. Bei Feinstaubalarm wird die Bevölkerung dazu aufgefordert, das Auto möglichst in Stuttgart nicht zu benutzen, auf den öffentlichen Nahverkehr oder Fahrgemeinschaften umzusteigen. Zudem ist bei Feinstaubalarm der Betrieb von sogenannten Komfortkaminen, die nicht der Grundversorgung, sondern nur als zusätzliche Wärmequelle dienen, untersagt.

Was hat das mit dem Wetter zu tun?

Eine sogenannte "austauscharme Wetterlage" verhindert die Verteilung und den Abtransport der Luftschadstoffe. Normalerweise nimmt die Temperatur mit zunehmender Höhe der Luft ab, bei einer Inversion ist das Gegenteil der Fall. Dann bildet die wärme Luftschicht eine Barriere für die darunterliegende Luft - und auch Abgase können nicht in die Atmosphäre entweichen. Dadurch steigt die Gefahr der Überschreitung der Grenzwerte für Feinstaub, auber auch für Stickstoffdioxid. Prognostiziert der Deutsche Wetterdienst an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen  ein stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre, wird der Feinstaubalarm ausgelöst. Diese Wetterlagen können besonders häufig im Winterhalbjahr auftreten.  Am kommenden Wochenende könnte eine solche Wetterlage auftreten - wenig Wind, kein Niederschlag und Inversionslage.

Was bringt der Alarm?

Laut Angaben der Stadt wurden im Jahr 2018 erstmals die Feinstaubgrenzwerte in allen Messtationen im Stadtgebeit eingehalten. Im Jahr 2019 seien an der Messstelle Am Neckartor bislang 20 Überschreitungstage über 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erfasst worden, zulässig seien 35 Überschreitungstage pro Kalenderjahr. Der Feinstaubalarm sei aber nicht die einzige Maßnahme, die zur Luftreinhaltung eingesetzt werde, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Auch das vergünstigte Jobticket, die VVS-Tarifreform, die Verstetigung des Verkehrsflusses oder die intensive Straßenreinigung seien umgesetzt worden.

Der Feinstaubalarm wird mit einem Tag Vorlauf bekannt gegeben. Medien und Öffentlichkeit werden im Falle eines Feinstaubalarms täglich etwa zwischen 13 und 14 Uhr über Beginn, Fortgang und Ende des Alarms informiert. Weitere Informationen gibt es hier.

In den Weihnachtsferien kein Feinstaubalarm

In den Weihnachtsferien ruft die Stadt Stuttgart wegen des erfahrungsgemäß geringeren Verkehrsaufkommens keinen Feinstaubalarm aus. Ein möglicher Alarm endet somit am Freitag, 20. Dezember 2019, um 24 Uhr und könnte erstmals wieder am Sonntag, 5. Januar 2020, ausgelöst werden. Der erste mögliche Alarmtag im Jahr 2020 wäre dann Dienstag, 7. Januar.