Flughafen Stuttgart: 215 Artikel sichergestellt - Verdacht auf Fälschungen
Stuttgart. Anfang vergangener Woche stoppte der Zoll am Flughafen Stuttgart einen Reisenden, der wohl Markenartikel im Wert von rund 250.000 Euro aus der Türkei mitgebracht hatte. Laut Polizei kam der 34-Jährige mit französischer Staatsangehörigkeit mit einem Flug von Istanbul nach Stuttgart und wollte nach Paris weiterreisen.
Zoll findet insgesamt 215 Artikel
Mit einer Vielzahl an Gepäckstücken wollte er die Gepäckausgabehalle durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren verlassen. Hier wurde er von den Beamten angehalten und zur Zollkontrolle gebeten. Im Gepäck fanden die Zöllner insgesamt 215 einzelne Artikel wie Bekleidung, Handtaschen und Modeaccessoires von 24 verschiedenen Markenrechtsinhabern.
Der 34-jährige Mann gab an, dass er mit den Waren ein Geschäft eröffnen und diese dort verkaufen wolle. Rechnungen konnte er keine vorlegen. Bei der Kontrolle der einzelnen Artikel ergab sich der Verdacht, dass es sich dabei nicht um teure Markenprodukte, sondern um deutlich günstigere Fälschungen handeln könnte. Die Artikel wurden sichergestellt.
Steuerstrafverfahren eingeleitet
Gegen den Franzosen wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet und eine Sicherheitsleistung erhoben. Die betroffenen Markenrechtsinhaber wurden über die Einfuhr der Waren informiert. "Damit droht dem Empfänger der Sendung neben einer Strafe im Rahmen des Strafverfahrens auch die Vernichtung der gefälschten Waren", erläutert Pressesprecher Matthias Krebs. "Zudem muss er damit rechnen, dass die Markenrechtsinhaber zivilrechtlich gegen ihn vorgehen."


