Stuttgart & Region

Freude über Bonobo-Nachwuchs

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Bonobo Huenda schmiegt ihr Neugeborenes an sich. © ZVW/Gülay Alparslan
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Auch im Außengehege sind Mutter Huenda und ihr Jungtier bereits zu sehen.

Stuttgart.
Und plötzlich war da ein zierliches Neugeborenes. Beim morgendlichen Rundgang bei den Bonobos fiel den Tierpflegern der Wilhelma Stuttgart in der vergangenen Woche auf, dass Huenda, eines der Bonoboweibchen gebückt lief. „So als ob sie etwas Schweres tragen würde“, erzält Revierleiterin Bea Jarczewski. Beim zweiten Blick bemerkte sie, dass die Bonobodame ein Baby bekommen hatte. „Unsere Bonobos bringen ihre Jungtiere so problemlos in der Gruppe auf die Welt, dass sie keine menschliche Hilfe brauchen“, so Jarczewski.

Das Geschlecht des Kleinen sei noch nicht bekannt. Derweil zeigt sich Mutter Huenda mit ihrem Nachwuchs nicht scheu. Kaum eine Woche nach der Geburt am 5. August konnten Wilhelma-Gäste sie und ihr Baby draußen im Klettergarten beobachten. Manchmal lege sie sich sogar direkt an die großen Panoramascheiben zum Besucherbereich.

Mit der Geburt des Kleinen ist der Bestand der Bonobos im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart nun auf 20 angewachsen.

Bonobos, die die nächsten Verwandten des Menschen sind, kommen nur in den Wälern Zentralafrikas vor. In freier Natur sind sie stark bedroht. Nicht nur weil sie sich eher langsam vermehren - auch Krankheiten und Lebensraumverlust haben ihren Bestand reduziert. Zusätzlich setzt ihnen Wilderei zu.