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Geno-Insolvenz: Staatsanwaltschaft veranlasst Hausdurchsuchungen

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Gebäude der Geno Wohnbaugenossenschaft in Ludwigsburg © Christine Tantschinez

Stuttgart. Im Zusammenhang mit der Insolvenz der Geno Wohnbaugenossenschaft wurden am Mittwoch und Donnerstag sechs Wohnungen und Geschäftsobjekte der Unternehmensgruppe im Raum Ludwigsburg und dem Rems-Murr-Kreis untersucht. Es besteht der Verdacht der Untreue, der Insolvenzverschleppung und des gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrugs gegen zwei ehemalige und einen amtierenden Vorstand der Genossenschaft. Das teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Donnerstag mit. 

Die Geno Wohnbaugenossenschaft hatte bereits am 24. Mai 2018 Insolvenz angemeldet und eine Eigenverwaltung beantragt. Mehr als 25 Millionen Euro Verluste haben sich angehäuft. Die Eigenverwaltung hob das Amtsgericht Ludwigsburg aber nach einer turbulenten Mitgliederversammlung zum 1.August auf. Ziel des Insolvenzverfahrens sei es nach Angaben des bestellten Insolvenzverwalters, Dr. Dietmar Haffa von Schultze & Braun, die Genossenschaft zu stabilisieren und die weitere Vernichtung von Vermögen zu stoppen. Die meisten Gläubiger sind ehemalige Genossen, die noch auf Geld warten.

Die 2002 gegründete Genossenschaft hatte nach eigenen Angaben der Satzung das Ziel "ihre Mitglieder mit dauerhaft bezahlbarem Wohnraum zu versorgen, sowie neue Fördermöglichkeiten für den Erwerb von Wohnimmobilien zu erschließen." Mitglieder könnten per Optionskauf, was eine Weiterentwicklung des Mietkaufs darstelle, ihre Wunschimmobilie erwerben. Dazu müssten ein Wohnsparvertrag abgeschlossen und eine Investitionssumme bereitgestellt werden.