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Grünes Licht für Äffle-und-Pferdle-Ampel

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Der Petitionsausschuss des Landtags setzt sich für eine Äffle-und-Pferdle-Ampel in Stuttgart ein © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Jetzt also doch! Stuttgart bekommt eine Äffle-und-Pferdle-Ampel. Am Donnerstag hat Verkehrsminister Winfried Hermann im Petitionsausschuss des Landtags dem Projekt grünes Licht erteilt. Das berichtet der Urheber der entsprechenden Petition, der Äffle-und-Pferdle-Club, auf seiner Facebook-Seite. Das Gremium habe sich demnach dafür ausgesprochen, dass die Äffle-und-Pferdle-Ampel zusätzlich zu einer normalen Fußgängerampel montiert werden soll.

Sie gilt damit als touristisches Element und nicht als Ampel im Sinne der Straßenverkehrsordnung. In Stuttgart war die Forderung nach einer Ampel mit den SWR-Kultfiguren zuvor trotz einer Online-Petition mit mehreren tausend Unterstützern am Widerstand der Kommune gescheitert. Die Stadt hält solche Ampelsymbole für nicht vereinbar mit der Straßenverkehrsordnung und befürchtet in Haftung genommen zu werden, falls ein Unfall passiert.

Auch die Bundesregierung hatte Anfang des Jahres ihr Veto eingelegt. Eine entsprechenden Änderung der Vorschriften, wie sie für eine solche Ampel notwendig wäre, wurde Mitte Januar abgelehnt: Fantasiezeichen führten zu Irritationen bei den Verkehrsteilnehmern, hieß es in einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Benjamin Strasser. Fußgängerampeln müssten nach den geltenden Vorschriften stehende und gehende Fußgänger zeigen. 

In anderen Städten gibt es bereits alternative Ampelmotive. Die Stadt Augsburg hat sich etwa bei der Regierung von Schwaben eine Ausnahmegenehmigung geholt, um den klassischen Ampelmann durch einen grünen Kasperl aus der Augsburger Puppenkiste zu ersetzen. Aus Sicherheitsgründen verzichtete die Kommune aber darauf, auch einen roten Kasperl montieren zu lassen.