Stuttgart & Region

Handwerker findet Bombe - und lädt sie ins Auto

Dachdecker_0
Symbolbild. © Alexander Roth

Bad Cannstatt. Nachahmung nicht empfohlen: Bei Bauarbeiten in Bad Cannstatt hat ein Dachdecker eine Bombe gefunden - und sie kurzerhand in sein Auto geladen, um sie zur Polizei zu bringen.

Ein 27 Jahre alter Handwerker hat am Freitag in einem Gebäude an der Fraasstraße eine Flammstrahlbombe gefunden und zum Polizeirevier gebracht. Der Dachdecker fand die Bombe bei Bauarbeiten an einem Dachstuhl, verstaute sie zunächst in seinem Auto und fuhr am Montagnachmittag zum Polizeirevier 6 Martin-Luther-Straße.

Dort angekommen zeigte er den Beamten zunächst ein Foto der Bombe. Als er ihnen mitteilte, dass die Flammstrahlbombe im Auto vor dem Revier steht, alarmierten sie sofort den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Mitarbeiter sicherten die noch scharfe Bombe britischer Herkunft und nahmen sie mit.

Auf Twitter nahmen es die Beamten mit Humor ...

... sahen sich aber dennoch gezwungen, ein paar Warnhinweise zu veröffentlichen:
 

  • Alle Kampfmittel sind lebensgefährlich
  • Von Kampfmitteln können Explosionsgefahr, Vergiftungsgefahren und sonstige gesundheitsschädigende Gefahren, Brandgefahr und umweltschädigende Gefahren ausgehen
  • Je länger die Kampfmittel in der Erde liegen, desto gefährlicher werden sie
  • Die Größe und Form der Kampfmittel sagt nichts über die Gefahr aus
  • Oft sind Kampfmittel schwer erkennbar, also Vorsicht bei verdächtigen Gegenständen
  • Bei Auffinden von Kampfmitteln - nicht berühren und an der Fundstelle belassen, Kampfmittel sind äußerst empfindlich gegen Berührung, Erschütterung oder Lageveränderung
  • Verständigen Sie bei allen Kampfmittelfunden sofort die Polizei