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Hausdurchsuchung in Mutlangen: 60 Verstöße gegen das Waffengesetz

Übersicht Waffen
Übersicht der gefundenen Waffen. © Polizeipräsidium Aalen

Knapp 60 Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz werden einem 60-jährigen Waffensammler aus Mutlangen zur Last gelegt. Wie die Polizei mitteilt, bewahrte der 60-Jährige die Waffen in einem Mehrparteienhaus in mehreren unverschlossenen Schränken in seiner Wohnung und im Keller auf.

Die Waffen seien für Angehörige und andere Bewohner des Hauses frei zugänglich gewesen. Das Polizeirevier Schwäbisch Gmünd führte nach einem Hinweis aus der Bevölkerung am 23.07.2020 eine Wohnungsdurchsuchung durch. Dabei fand sie knapp 100 erlaubnisfreie und erlaubnispflichtige Schusswaffen, die den Bestimmungen des Waffengesetztes und des Kriegswaffenkontrollgesetzes unterliegen. Zudem besaß der 60-Jährige auch geringe Mengen Schwarzpulver und erlaubnispflichtige Patronenmunition.

Die Polizei brachte die Waffen nach der Hausdurchsuchung zum kriminaltechnischen Institut nach Stuttgart. Dort wurde untersucht, ob die Waffen baulich verändert wurden und gegebenenfalls eine Neueinordnung im Waffengesetz erforderlich sei. Aufgrund der hohen Anzahl der Waffen, habe die Untersuchung einige Zeit in Anspruch genommen, weshalb die Polizei erst jetzt damit an die Öffentlichkeit gehen konnte.

Ebenfalls in der Sammlung des 60-Jährigen befanden sich eine Vielzahl an Messern und Schwertern. Insgesamt stehen damit knapp 60 Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz im Raum. Die Polizei stellte sämtliche Waffen, die der Mann besaß, sicher. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei erwarb der Mann die Waffen über das Internet.  

Die Kriminalpolizei Aalen hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Mann übernommen.