Stuttgart & Region

In der Natur ausgerottet: Davidshirsche sind in die Wilhelma Stuttgart eingezogen

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KW 21a Davidshirsche neu in der Wilhelma 27.05.2021 Bild 3 (002)
Bei dem einjährigen Hirsch (blaue Ohrmarke) der Davidshirsche in der Wilhelma in Stuttgart sind die Hornansätze zu erkennen. © Wilhelma Stuttgart / Harald Knitter
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Die beiden Kühe der Davidshirsche kamen aus dem Tierpark Berlin in die Wilhelma in Stuttgart. © Wilhelma Stuttgart / Marta Dakic
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Die beiden Kühe der Davidshirsche kamen aus dem Tierpark Berlin in die Wilhelma in Stuttgart. © Wilhelma Stuttgart / Marta Dakic
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KW 21a Davidshirsche neu in der Wilhelma 27.05.2021 Bild 1 (002)
Bei dem einjährigen Hirsch (blaue Ohrmarke) der Davidshirsche in der Wilhelma in Stuttgart sind die Hornansätze zu erkennen. © Wilhelma Stuttgart / Harald Knitter

Gute Neuigkeiten aus der Wilhelma Stuttgart: Seit rund 20 Jahren weiden erstmals wieder drei Davidshirsche im Zoologisch-Botanischen Garten. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Donnerstag (27.05.) hervor.

Bereits in den Jahren 1993 bis 2001 gab es Davidshirsche in der Wilhelma. Die eindrucksvollen Tiere, die fast die Größe eines Rothirsches erreichen können, sind in der Natur bereits ausgestorben. Die Hirschart konnte nur durch die Haltung in einem kaiserlichen Park von Peking und später in europäischen Wildgehegen überleben. Einen Hirsch und zwei Kühe konnte die Wilhelma nun durch das Zuchtprogramm retten. Das Männchen stammt aus dem Zoopark Chomutov im tschechischen Erzgebirge, die Weibchen aus dem Tierpark Berlin. Rund ein Jahr sind die Tiere alt.

Ihren Namen haben sie dem französischen Pater Armand David zu verdanken, der sie 1865 als erster Europäer in China sah und Felle zur zoologischen Erstbeschreibung nach Europa schickte. Die ursprünglich aus Asien stammenden Davidshirsche, auch Milus genannt, sind auf das Leben in sumpfigen Gebieten angepasst. Dazu zählen tief gelegenes und zeitweilig überschwemmtes Gras oder Marschland. Durch ihre großen spreizbaren Hufen verhindern sie, auf dem sumpfigen Boden einzusinken. Die Pflanzenfresser ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Schilf und Wasserpflanzen sowie Sträuchern. Mit seiner schwarzen Quaste, die etwas an einen Esel erinnert, haben Milus den längsten Schwanz aller Hirscharten weltweit. Er kann eine Länge von bis zu 35 Zentimetern erreichen. Darüber hinaus vertragen die Säugetiere starke Temperatur-Unterschiede von minus 15 bis plus 35 Grad.