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Jungtieraufzuchthaus nach über 37 Jahren abgerissen

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Bis 2013 wurden im Jungtieraufzuchthaus Gorilla-Jungtiere mit der Flasche großgezogen. Archivfoto von 2005. © Alexander Roth
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Auch Tierpflegerin Beatrix Jarczewski, die heute Leiterin des Affenreviers ist, kümmerte sich damals um die Jungtiere. Archivfoto von 2005.

Stuttgart. Damit Neues entstehen kann, muss Altes weichen: Nach über 37 Jahren ist nun das sogenannte Jungtieraufzuchthaus in der Wilhelma in Stuttgart Geschichte. Das gab der Zoo in einer Pressemitteilung bekannt.

Das Jungtieraufzuchthaus (JAZ) war das erste Bauprojekt im Zoologisch-Botanischen Garten, das die Freunde und Förderer der Wilhelma im Jahr 1982 mit einer großzügigen Spende von umgerechnet 500.000 Euro ermöglichten. Es war von Anfang an vor allem für den Nachwuchs von Menschenaffen vorgesehen, die nicht von ihren Müttern großgezogen wurden. Bis 2013 beherbergte es einen Kindergarten für Gorilla-Jungtiere, die in europäischen Zoos geboren wurden und aus unterschiedlichsten Gründen von Hand aufgezogen werden mussten. Damit war es über Jahrzehnte hinweg ein Besuchermagnet in der Wilhelma.

Nach dem Neubau des Menschenaffenhauses im oberen Park und der dort eingerichteten Jungtieraufzuchtstation beherbergte das JAZ vor allem noch südamerikanische Tiere wie Krallenaffen. Nach eingehender baulicher Prüfung wurde jedoch entschieden, das Haus aus Sicherheitsgründen komplett zu schließen und letztendlich abzureißen. Vorübergehend wird die nun frei gewordene Stelle als Baustelleneinrichtungsfläche für das neue Australienhaus genutzt. Sobald dieses fertig gestellt ist, kann hier ein Haus für Krallenaffen und eine Außenanlage für Beuteltiere entstehen.