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Kritik an "Schonzeit"-Aussage von CDU-Generalsekretär

Manuel Hagel
Manuel Hagel, Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, während einer Pressekonferenz. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild © dpa

Stuttgart.
CDU-Generalsekretär Manuel Hagel hat mit seiner Aussage zum Ende der politischen Schonzeit für Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) für Ärger in der grün-schwarzen Koalition gesorgt. "Jeder blamiert sich, so gut er kann", sagte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am Montag in Stuttgart.

Hagel hatte beim CDU-Parteitag am Samstag in Heilbronn gesagt: "Und ich sage es auch als Jäger: Auch die politische Schonzeit für Winfried Kretschmann, die endet mit diesem Tag."

Auf die Frage, ob eine Distanzierung oder Entschuldigung Hagels angebracht sei, sagte Untersteller: "Wenn er Anstand hat, macht er das." Er könne sich nicht an substanzielle Vorschläge von Hagel erinnern, seitdem dieser im Landtag ist. "Ich meine, gut sitzende Anzüge reichen noch nicht aus, um sozusagen landespolitisch auch mal Gewicht zu haben."

Hagel lehnte eine Distanzierung von seiner Aussage ab. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte er, während der Schonzeit hege und pflege ein Jäger die Tiere "auf ganz besonders achtsame Weise". Diese Behandlung habe seine Partei mit dem Parteitag beenden wollen. Jede andere Interpretation sei "absurd".