Stuttgart & Region

„Muss dieses Jahr wirklich nicht sein“: Stuttgart verbietet Silvester-Feuerwerk in der Innenstadt

Feuerwerk  Flammende Sterne Ostfildern im Scharnhauser Park
© Gabriel Habermann

Aus Gründen des Infektionsschutzes und der Sicherheit erlässt die Stadt Stuttgart für das diesjährige Silvester ein Feuerwerksverbot innerhalb des City-Rings und auf weiteren belebten Plätzen. "Wilde Feierei und Böllerei muss dieses Jahr wirklich nicht sein", findet OB Fritz Kuhn (Grüne).

Wie begründet OB Kuhn die Entscheidung?

Die Entscheidung begründet der Rathauschef wie folgt: „Das Feuerwerksverbot auf dem Schlossplatz hat sich bewährt. Das nehmen wir dieses Jahr auf und erweitern es auf die aktuelle Pandemiesituation. Es ist unerlässlich, dass alle die erforderlichen Regeln befolgen. Dazu gehört, einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, eine Maske zu tragen und Ansammlungen zu vermeiden. Wenn Alkohol im Spiel ist, vergisst man das aber gerne mal. Daher ist der Konsum von Alkohol auf bestimmten öffentlichen Flächen seit Kurzem verboten – und dieses Verbot wird auch an Silvester Bestand haben.“

Ab wann gilt das Verbot?

Das Feuerwerksverbot gilt vom 31. Dezember 2020, 19 Uhr, bis 1. Januar 2021, 2 Uhr. In dieser Zeit ist es verboten, Pyrotechnik wie beispielsweise Raketen oder Böller auf den betroffenen Straßen und Plätzen mitzuführen und/oder abzubrennen.

Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit in diesen Bereichen (siehe Infobox) ist ebenso untersagt. Das hat der Verwaltungsstab nun beschlossen.

Wer kontrolliert das Verbot?

Das Feuerwerks- und Alkoholverbot sowie das Maskentrage- und Abstandsgebot werden laut einer Mitteilung der Stadt vom Freitag (20.11.) von der Polizei überwacht.

Polizeipräsident Franz Lutz erläutert die Vorgehensweise: „Wir werden bei unseren umfangreichen Präsenz- und Überwachungsmaßnahmen von Einheiten des ‚Polizeipräsidiums Einsatz‘ unterstützt, wie schon im vergangenen Jahr vor allem in der City, aber auch an sonstigen Hotspots präsent sein und Verstöße konsequent ahnden. Es hat sich aus unserer Sicht vor allem auch bewährt, den Schlossplatz freizuhalten.“

Das Feuerwerks- und Alkoholkonsumverbot gilt innerhalb folgender Bereiche:

  • Innenstadtbereich innerhalb des Cityrings, welcher durch folgende Straßen, Wege und Plätze umschlossen wird: Arnulf-Klett-Platz (einschließlich Klett-Passage unterirdisch), Friedrichstraße, Theodor-Heuss- Straße, Rotebühlplatz (einschließlich City Plaza und Rotebühlpassage unterirdisch), Paulinenstraße, Rupert-Mayer-Platz, Vorplatz der Kirche St. Maria, Feinstraße, Österreichischer Platz, Hauptstätter Straße, Charlottenplatz (einschließlich Charlotten-Passage unterirdisch), Konrad- Adenauer-Straße, Gebhard-Müller-Platz, Schillerstraße
  • Mittlerer und Unterer Schlossgarten
  • Wilhelmsplatz (Stuttgart-Mitte)
  • Feuersee (Anlage einschließlich der umgrenzenden Straßen Feuerseeplatz, Gutenbergstraße und Rotebühlstraße)
  • Weißenburgpark
  • Marienplatz
  • Erwin-Schoettle-Platz
  • Karlshöhe
  • Bismarckplatz
  • Berliner Platz einschließlich Bosch-Areal - Stadtgarten
  • Pariser Platz
  • Mailänder Platz
  • Höhenpark Killesberg
  • Parkanlage Villa Berg
  • Wilhelmsplatz (Stuttgart-Bad Cannstatt)
  • Bahnhofsvorplatz (Stuttgart-Bad Cannstatt zwischen Bahnhofstraße und Bahnhofsgebäude)
  • Kurpark (Stuttgart-Bad Cannstatt)