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Nach Beiß-Attacke: Mann tötet seinen Jagdhund

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Ein aggressiver Jagdhund wurde von seinem Besitzer getötet (Symbolbild). © Pixabay

Stödtlen/Ostalbkreis.
Ein Hundehalter hat nach einem Vorfall im Stödtlen im Ostalbkreis sein eigenes Tier getötet. Wie die Polizei berichtet, hatte der Jagdhund am MIttwochabend (14. März 2018) die beiden Hunde einer Spaziergängerin angefallen und den Dalmatiner der Frau gebissen. Als diese die Tiere nicht trennen konnte, rief sie um Hilfe - ein Passant griff ein. Dabei wurde der Mann ebenfalls von dem Jagdhund in den rechten Fuß gebissen. 

Der Tierhalter des aggressiven Jagdhundes habe seinen Hund kurze Zeit nach der Auseinandersetzung getötet, berichtet die Polizei. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage, dass der Mann diese Entscheidung selbst getroffen habe. Die Beamten seien noch nicht vor Ort gewesen, hätten sonst vermutlich eingegriffen. Wie der Mann seinen Hund tötete, das will die Polizei nicht preisgeben.

Hat der Mann gegen das Tierschutzgesetz verstoßen?

Ob der Hundehalter mit der Tötung gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat, soll nun im Rahmen der Ermittlungen geprüft werden. Im Tierschutzgesetz heißt es: "Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet." Ob in diesem Fall ein "vernünftiger Grund vorlag" - der Hund soll schon früher als aggressiv aufgefallen sein - ist Gegenstand der Ermittlungen. Weil ein Passant verletzt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft ohnehin gegen den Halter des Jagdhunds.