Stuttgart & Region

Nach Eröffnung von B10-Rosensteintunnel in Stuttgart: Hohe Staugefahr bis 2024

Stau
Stau Symbolfoto © Pixabay

Der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann haben am Samstag (26.03.) den neuen B10-Rosensteintunnel freigegeben. Die Freude über die „große verkehrliche Entlastung für das angrenzende Quartier“ wird jedoch getrübt, denn bis 2024 soll es eine hohe Staugefahr geben. Das teilte die Stadt Stuttgart am Samstag (26.03.) mit.

2024 soll Gesamtprojekt beendet sein

Und so kam es dann auch: Gleich nach der Eröffnung hat sich der Verkehr gestaut. Die Inbetriebnahme des Tunnels ist nämlich nur ein Teil des Gesamtprojekts. Die Bauarbeiten sind noch nicht beendet. "Der Verkehr kann erst fließen, wenn Ende 2024 auch der Knoten der B10 und B14 am Leuze entflochten ist", so die Stadt Stuttgart. Ende 2024 soll der U‐Turn an der B14 entfallen. Dieser liegt provisorisch vor dem Portal des B10-Rosensteintunnels. Es sollen mehr Fahrstreifen und damit auch mehr Kapazität am Knotenpunkt zur Verfügung gestellt werden. Die Verflechtung der Verkehrsströme soll dadurch einfacher werden.

Kosten in Höhe von 456 Millionen Euro

Der neue Rosensteintunnel ist insgesamt 1,3 Kilometer lang und unterquert Teile des zoologisch-botanischen Gartens der Wilhelma und des Rosensteinparks. Er besteht aus zwei Tunnelröhren und ist mit "modernster Betriebs‐ und Sicherheitstechnik ausgestattet" heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Stuttgart. Der Verkehr wird jeweils zweispurig durch die Tunnelröhren auf direktem Wege zwischen dem Löwentor und der Neckartalstraße geführt. Die Kosten des Straßenbauprojekts belaufen sich auf etwa 456 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt von der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Land Baden‐Württemberg.

Das sagt OB Nopper zum Projekt

Laut OB Frank Nopper ist das Projekt „nach Stuttgart 21 das größte Infrastruktur‐Projekt in der Stadt." Der Tunnel biete "große Chancen für die Neckarvorstadt und das Neckarufer. Damit verbessern wir eine wichtige Verkehrsachse in Stuttgart, entlasten Wohngebiete von Durchgangsverkehr und gewinnen Flächen für mehr Lebensqualität.“ Minister Winfried Hermann betonte in seiner Rede die Bedeutung des Tunnels für einen guten öffentlichen Nahverkehr und der Förderung von Rad‐ und Fußverkehr. 

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