Stuttgart & Region

Nachwuchs bei den Alpensteinböcken

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Drei kleine Alpensteinböcke kamen im Juni in der Wilhelma zur Welt. © Laura Edenberger
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Die Jungtiere laufen und springen bereits kurz nach der Geburt und folgen ihren Müttern trittsicher über Stock und Stein.
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Etwa ein Jahr lang werden die Kitze von ihren Müttern gesäugt.

Stuttgart. Tierischer Nachwuchs in der Wilhelma: Im Juni sind im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart drei kleine Alpensteinböcke zur Welt gekommen. Wenige Wochen alt, springen die zwei Geißlein und das junge Böckchen schon munter über Felsspalten und Steinhaufen. Wer das Ziegentrio bei seinen Kletterübungen beobachten will, hat am frühen Morgen oder in den Abendstunden die beste Möglichkeit dazu.

"Es dauert höchstens eine halbe Stunde, dann machen sie schon die ersten Sprünge", sagt Tierpflegerin Evi Reuthebuch. "Nach einem Tag folgen sie den Müttern problemlos über die Anlage und können schon richtig gut klettern." Das ist für die Kleinen überlebenswichtig: Nach der Geburt abseits der Gruppe kehrt die Mutter schnell zur Herde zurück, um auf Futtersuche zu gehen. In den Alpen - der ursprünglichen Heimat der Steinböcke - sind sie in einer Höhe von bis zu 3200 Metern unterwegs. Die Jungtiere müssen mit ihren natürlichen Kletterkünsten nicht nur dieselben steilen Anstiege wie ihre Mütter bewältigen können, sondern sind in der Herde auch besser vor Angreifern, wie Luchse, Füchse oder Adler, geschützt. 

Nach der Paarungszeit wird der Nachwuchs in der Regel um die Jahresmitte geboren. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Jungtiere ihren ersten Winter überstehen, ist damit am größten. Schnee und Kälte scheinen in der aktuellen Sommerhitze allerdings noch in weiter Ferne: "Da geht es den Tieren nicht viel anders als uns Menschen", meint Reuthebuch. Die Tiere suchen sich bei der Wärme ein schattiges Plätzchen und verbringen den Tag meist im Kühlen.