Stuttgart & Region

Neues Affenbaby in der Wilhelma

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Seine ersten Lebenswochen verbringt der kleine Klammeraffe Tolga gut behütet am Bauch seiner Mutter Siesta. © Ramona Adolf
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Mutter Siesta (28) mit ihrem Nachwuchs.

Stuttgart. Am 1. Februar ist in der Wilhelma ein Klammeraffe zur Welt gekommen. Tolga heißt das Jungtier, das aufgrund der frostigen Temperaturen bislang nur selten zu Sehen war. Nun, da der Frühling kommt, kann die Klammeraffen-Familie ihren Klettergarten in der Sonne erkunden.

Goldstirn-Klammeraffen kommen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Kolumbiens und Venezuelas. Ihr Daumen, der beim Hangeln eher stört als nützt, ist bei den Klammeraffen stark zurückgebildet. Stattdessen nutzen sie zum Klettern und Balancieren ihren Schwanz wie eine zusätzliche Hand. Auch bei Tolga kann man das schon beobachten. Wie Tierpflegerin Thali Bauer erklärt, wickelt er seinen Schwanz aber noch als Absturzsicherung um den Schwanz seiner Mutter. Klammeraffenmütter lassen sich häufig nur am Schwanz von Ästen baumeln. „So haben sie die Hände frei, können sich um ihr Jungtier kümmern und gleichzeitig fressen.“

Für Tolgas Mutter Siesta ist es bereits der zwölfte Nachwuchs. In den ersten Monaten trägt sie die Verantwortung für das Jungtier, unterstützt von Weibchen Fudge, die ebenfalls zur der kleinen Familie gehört. Etwa ein Jahr lang wird der Nachwuchs gesäugt, nach zwei Jahren ist er selbstständig. Aus dem Schutz seiner Mutter wird sich Tolga erst in einigen Monaten begeben. Bis dahin müssen Besucher noch ein wenig genauer hinschauen, um ihn zu entdecken. Mit seinem silbergrauen Haarkleid ist er an Siestas Bauch perfekt getarnt.