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Online-Ranking: Das Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum ist Deutschlands beliebtestes Museum

Außenaufnahmen Mercedes-Benz Museum
Das Stuttgarter Mercedes-Benz Museum wird von den Besuchern vor allem für seine Architektur gelobt. © Daimler AG

Wo steht Deutschlands beliebtestes Museum? Das Verbraucherportal Testberichte.de hat rund 640.000 Online-Bewertungen von Besucherinnen und Besuchern ausgewertet, insgesamt wurden über 450 Museen berücksichtigt. Herausgekommen ist das Museums-Ranking 2020. Und ganz oben auf dem Siegertreppchen steht das Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum. Das teilte Testberichte.de am Mittwoch (03.06.) mit.

Mercedes-Benz Museum: Faszination Technik
Mercedes-Benz Museum: Faszination Technik. © Daimler AG

Mit rund 25.000 Einträgen weist das Technikmuseum in Bad Cannstatt demnach die zweitmeisten Bewertungen aller Museen in Deutschland auf. Gelobt wird es vor allem für die gelungene Verknüpfung von Autogeschichte mit historischen Ereignissen sowie für seine Architektur. Etliche Besucher bezeichnen es demnach als "das schönste Museum, das sie kennen." Bei den beiden vergleichsweise kleinen Museen auf den Plätzen zwei und drei, dem Historischen Straßenbahndepot St. Peter in Nürnberg und dem Feldbahnmuseum in Frankfurt, sind Thema und Konzept der Ausstellungen vergleichbar. 

Die beliebtesten Kunstmuseen stehen in Dresden

Die beiden beliebtesten Kunstmuseen stehen laut der Auswertung in Dresden: Das Residenzschloss rangiert auf Platz 8 , direkt dahinter die Gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger. Auf den Plätzen 31 bis 33 folgen weitere Klassiker: Das Städel in Frankfurt, die Alte Pinakothek in München und die Alte Nationalgalerie in Berlin. Hoch im Kurs stehen auch Museen zur jüngeren Geschichte: das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig schafft es auf Platz 16; das Mutterhaus, Haus der Geschichte in Bonn, auf Platz 30. Kurz davor rangiert die Dauerausstellung im Besucher- und Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße (Platz 26), für das mit rund 32.000 Rezensionen die meisten Bewertungen vorliegen.

Mauermuseum am Checkpoint Charlie landet auf dem letzten Platz

Hauptkritikpunkt bei den Verlierern des Rankings ist laut Testberichte.de der zu hohe Preis im Verhältnis zum Gebotenen. Beim Tabellenletzten, dem Mauermuseum im Haus am Checkpoint Charlie, stören sich viele Besucher insbesondere am fehlenden rote Faden, dem veralteten Konzept und dem Überangebot an zu langen Texten zwischen den Ausstellungsstücken. Ein Besucher schreibt, dass das Museum sich in den vergangenen 20 Jahren kaum verändert habe. Der Vorletzte im Ranking, das Kindermuseum München, wird als zu klein und nicht für alle Kinder altersgerecht kritisiert. 

Insgesamt sind die Besucher laut der Auswertung des Verbraucherportals mit den Museen in Deutschland sehr zufrieden. Der Bewertungsschnitt von 4,42 Sternen liegt höher als bei allen anderen Rankings, die Testberichte.de bisher veröffentlicht hat (Kinos, Freibäder, Freizeitparks, Thermen, Stadien, Weihnachtsmärkte, Zoos). Hier lag der Bewertungsschnitt nach eigenen Angaben zwischen 4,10 und 4,40 Sternen. 

So lief die Auswertung

  • „Museen in dem hier untersuchten Sinne sind feste Orte, deren Hauptzweck es ist, nicht- verkäufliche Ausstellungsstücke von öffentlichem Interesse auf Dauer allgemein zugänglich zu machen, ohne dass ein Event-Charakter im Vordergrund steht“, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung.
  • Als Ausstellungsstücke gelten Sachen inkl. Ton- und Bildaufnahmen, aber keine lebenden Tiere oder Pflanzen. Sind mehrere Museen in einem großen Museumsgebäude zusammengefasst oder lassen sich mit derselben Eintrittskarte besuchen, so gelten diese hier als ein Museum (beispielsweise Neues Museum Berlin inkl. Ägyptisches Museum und Papyrussammlung).
  • Denkmäler sowie Burgen, Schlösser, Gedenkstätten und andere historische Orte, die im Kern selbst das "Ausstellungsstück" sind, sind nicht Teil dieses Rankings. „Umfassen historische Orte oder Denkmäler jedoch ein abgegrenztes Museum bzw. stehen die dort gezeigten Ausstellungsstücke im Vordergrund, so wurden diese berücksichtigt, wenn die weiteren Kriterien ebenfalls zutrafen“, heißt es weiter.
  • Grundlage der Auswertungen sind alle verfügbaren Google-Rezensionen, wobei nur gut besuchte Museen mit mindestens 100 Bewertungen berücksichtigt wurden.
  • Bei gleichem Bewertungsschnitt wurde nach der Anzahl der Bewertungen gewichtet - je mehr, desto besser. Bei Museen, die Teil einer anderen Einrichtung sind, wurden alle Bewertungen bei Google dann berücksichtigt, wenn diese sich zum überwiegenden Teil auf den Besuch des Museums beziehen; andernfalls wurden diese Bewertungen im Ranking gar nicht berücksichtigt.
  • Wurden zwei oder mehr Google-Einträge zum selben Museum gefunden, wurden alle Bewertungen addiert und der Gesamt-Bewertungsschnitt (gewichtetes Mittel) war maßgeblich für die Platzierung im Ranking. Museen, die unabhängig von Corona vorübergehend geschlossen sind (beispielsweise wegen länger andauernder Umbauarbeiten), wurden nicht berücksichtigt.
  •  Das komplette Ranking finden Sie hier.