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Peta-Aktion: Gegrillter Hund statt gegrilltem Fisch

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Peta machte mit einer ähnlichen Aktion bereits in der Jenaer Innenstadt auf die Thematik aufmerksam © Christine Tantschinez

Stuttgart. Wer am Donnerstag auf den Stuttgarter Karlsplatz zum Auftakt des dort gastierenden Hambuger Fischmarktes geht, könnte etwas irritiert sein. Die Aktivisten von Peta werden dort nämlich einen Hund grillen. Eine Attrappe nur, aber eine, die wohl sehr echt aussieht. 

Ein wuscheliger Hundekopf, die Zunge hängt raus. Der Rest des Hundes ist gehäutet und liegt auf einem Grill, nebst Paprika, Mais und Zucchini. So sah eine Aktion der Peta Deutschland im Juni in der Innenstadt von Jena aus. Genau das soll auch am Donnerstag um 11 Uhr auf der Stuttgarter Planie neben dem Hamburger Fischmarkt stattfinden.

„Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann einen Fisch?“ Mit dieser provozierenden Frage und der Hundeattrappe auf dem Grill will die Tierschutzorganisation für die vegane Lebensweise werben. Fische, Schweine, Hühner und Kühe gehörten ebenso wenig auf den Grill wie Hunde und Katzen, erklärt Peta dazu in einer Mitteilung. Aber während die einen ganz selbstsverständlich milliardenfach auf den Tellern landen, würden die meisten Menschen bei einem gegrillten Hund die Polizei rufen. 

„Es macht keinen Unterschied, ob das Fleisch auf unserem Teller von einem Fisch oder Hund stammt – denn beide leiden gleich“, erklärt Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei Peta. Internationale wissenschaftliche Studien würden zeigen, dass Fische Stress, Angst und Schmerz spüren. Viele Fische seien zudem sehr intelligente Tiere, die durch Beobachtung lernen, Jagdpläne schmieden, Werkzeuge benutzen, sich selbst im Spiegel erkennen und ein teils verblüffendes Gedächtnis haben würden. Peta möchte nach eigenen Angaben darauf auf die willkürliche Ungleichbehandlung zwischen Haustieren und Nutztieren aufmerksam machen. "Es gibt zahlreiche vegane Alternativen, sodass kein Individuum für einen kurzen Gaumenkitzel leiden muss.“