Stuttgart & Region

Polizei stoppt spontanen Demo-Zug gegen die Ausgangssperre in Stuttgart

Demo Ausgangssperre Stuttgart
50 Teilnehmer wurden von der Polizei gestoppt. Ihre Personalien wurden festgestellt. © 7aktuell.de | Simon Adomat

Am Freitagabend (16.04.) ist es in Stuttgart zu einem großen Polizeieinsatz gekommen. Mehrere Menschen hatten in der Stuttgarter Innenstadt gegen die Ausgangssperre demonstriert.

Nach Angaben der Polizei hatten sich kurz nach 20 Uhr am Marienplatz mindestens 100 Menschen versammelt. Sie demonstrierten unter dem Motto "Gegen Ausgangssperren - sinnvolle Pandemiebekämpfung jetzt". Die Polizei ordnet die Teilnehmer überwiegend "der linken Szene" zu. Zunächst verlief die Demonstration "geordnet". Dann rief ein Redner während seines Beitrags plötzlich zum Aufzug auf.

Polizei setzt Pfefferspray ein

Gegen 21.25 Uhr starteten die Versammelten einen nicht gestatteten Demo-Zug vom Marienplatz über die Tübinger Straße in Richtung Österreichischer Platz. Während des Marsches wurde aus der Menge heraus Pyrotechnik gezündet. Als die Teilnehmer im Bereich der Sophienstraße von Polizeikräften gestoppt werden sollen, verhielten sich einzelne Teilnehmer laut Polizei "unfriedlich". Die Polizei setzte Pfefferspray ein.

Zum Teil verstreuten sich die Versammlungsteilnehmer im Heusteigviertel und im Bereich rund um den Wilhelmsplatz. In diesem Zusammenhang dürfte dort auch eine Farbschmiererei an einem Konsulatssitz in der Olgastraße entstanden sein.

Pyrotechnik und Spraydosen beschlagnahmt

Während der folgenden Maßnahmen stoppten die Einsatzkräfte eine Gruppe von rund 50 Demo-Teilnehmern. Sie stellten ihre Personalien fest und beschlagnahmten deren mitgeführte Spraydosen und Pyrotechnik.

Demo Ausgangssperre Stuttgart
Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort. © 7aktuell.de | Simon Adomat

Ein alkoholisierter Teilnehmer versuchte nach Angaben der Polizei in der Schlosserstraße eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Er wurde abgewiesen und fiel, so der Einsatzbericht, durch eigenes Unvermögen zu Boden. Dabei zog er sich eine Platzwunde zu. Rettungskräfte versorgten ihn vor Ort.