Schüsse in Göppingen, Täter flüchtig – Zusammenhang zum Bandenkrieg?
Göppingen. In Göppingen sind am späten Samstagabend (17.05.) mehrere Schüsse gefallen. Ein 25-Jähriger wurde dabei laut Polizei getroffen und schwer verletzt. Ein Zusammenhang zum Bandenkrieg im Großraum Stuttgart wird den Ermittlern zufolge geprüft.
Polizei: Verletzter musste umgehend operiert werden
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Ulm mitteilen, sollen gegen 21.45 Uhr eine Personengruppe und zwei unbekannte Männer aufeinandergetroffen sein. Nach einem kurzen Gespräch soll einer der beiden Männer mehrere Schüsse auf die Gruppe abgegeben haben.
Der 25-Jährige, der dabei schwer verletzt wurde, wurde umgehend in eine Klinik gebracht und operiert. Die Fahndung der Polizei nach den Tätern blieb bislang erfolglos. Mitarbeiter der Spurensicherung waren noch am späten Abend vor Ort, auch Zeugen seien verhört worden. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.
Soko „Pappel“ ermittelt: Tatort weiträumig abgesperrt
Die Kriminalpolizei Ulm hat die Ermittlungen übernommen und dafür eine Sonderkommission (Soko) namens „Pappel“ eingerichtet – der Tatort befindet sich in der Pappelallee. Im Rahmen der Ermittlungen werde auch „ein Zusammenhang mit Konflikten von kriminellen Gruppen im Großraum Stuttgart“ geprüft.
Der Bandenkrieg in der Region dauert mittlerweile mehrere Jahre an und hat zu zahlreichen Straftaten, aber auch Festnahmen und Verurteilungen geführt. Bei den Auseinandersetzungen zweier verfeindeter Gruppen wurden in der Vergangenheit auch schwere Waffen wie Handgranaten eingesetzt. Auch im Rems-Murr-Kreis gab es Vorfälle, die damit im Zusammenhang stehen.

