Sechs Haftbefehle im Raum Stuttgart: Zusammenhang mit Bandenkrieg möglich
In den Morgenstunden des 22. Juli durchsuchte die Polizei in und um Stuttgart "in einer konzertierten Aktion" bei zehn Beschuldigten die Wohnungen und teilweise deren Arbeitsplätze. Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg hervorgeht, ist mindestens eine der Personen einer der rivalisierenden, gewalttätigen Gruppierungen im Großraum Stuttgart zuzuordnen. Dabei wurden sechs Haftbefehle vollstreckt und umfangreiches Beweismaterial gefunden.
Papier mit synthetischem Cannabinoid in JVA geschmuggelt
Acht 22- bis 31-jährige Männer und zwei Frauen im Alter von 20 und 23 Jahren stehen im Verdacht, bandenmäßig mit Rauschgift in nicht geringer Menge gehandelt zu haben, indem sie mit synthetischem Cannabinoid versetztes Papier in eine Justizvollzugsanstalt geschmuggelt und verteilt haben. Um das mit dem Betäubungsmittel getränkte Papier in die JVA bringen zu können, soll dieses teilweise als Verteidigerpost getarnt und in die Haftanstalt verschickt worden sein.
Scharfe Schusswaffe und Munition in Wohnung gefunden
Bei den Durchsuchungen von insgesamt 15 Objekten in Göppingen, Eislingen, Kirchheim unter Teck, Rechberghausen und Stuttgart wurden unter anderem das mutmaßlich verwendete Papier, Betäubungsmittel, Messer und ein Schlagstock sowie Mobiltelefone sichergestellt. In einer Wohnung wurde eine scharfe Schusswaffe und Munition gefunden.
Gegen sieben Personen waren bereits im Vorfeld Haftbefehle erwirkt worden. Sechs Haftbefehle wurden noch am Montag durch das Amtsgericht Stuttgart in Vollzug gesetzt. Eine der Personen befindet sich bereits in anderer Sache in Untersuchungshaft.



