Stuttgart: 34-Jähriger greift sehbehinderten Mann im Zug an - Polizei ermittelt
Stuttgart. Am Donnerstagabend (30.01.) gegen 22 Uhr ist in einem Regionalexpress von Ludwigsburg nach Stuttgart Hauptbahnhof ein 55-jähriger sehbehinderter Mann angegriffen worden. Das teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit.
Sehbehinderten Mann mehrfach gegen die Brust geschlagen
Der 55-jährige Geschädigte trug an seinen Armen ein gut sichtbares Blindenabzeichen. Als er zum Regionalexpress lief, soll sich ein 34-jähriger serbischer Staatsangehörige dem deutschen Staatsangehörigen mehrfach in den Weg gestellt haben. Laut Zeugenaussagen soll der 34-jährige Mann ihm mit seiner Hand mehrfach gegen die Brust geschlagen und ihn lautstark beschimpft haben, als es dem Mann gelungen ist, sich einen Weg an dem Tatverdächtigen vorbei zu bahnen.
Laut aktuellen Informationen bekam der durch seine Sehbehinderung beeinträchtigte Mann Angst und betätigte die Sprechtaste zum Triebfahrzeugführer. Dieser soll den Mann dann zu sich in den Führerstand gerufen haben. Nur durch das Einschreiten der Fahrgäste gelang es dem 55-Jährigen, an dem Tatverdächtigen vorbeizukommen. Im weiteren Verlauf soll der mutmaßliche Täter die beiden Zeugen aggressiv angeschrien haben, sodass der Geschädigte die Notbremse des Zuges betätigte. Da der Triebfahrzeugführer die zuständige Bundespolizei bereits alarmiert hatte, fuhr er den Zug kurz nach seinem Nothalt weiter zum Stuttgarter Hauptbahnhof.
Verdacht der Körperverletzung: Ermittlungen wurden eingeleitet
Die alarmierten Beamten konnten den alkoholisierten Mann am Hauptbahnhof vorläufig festnehmen. Warum der Täter so gehandelt hat, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Der Geschädigte wurde durch die Tathandlung nicht verletzt. Auch durch das Betätigen der Notbremse wurde niemand verletzt. Die Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung wurden eingeleitet.


