Stuttgart: Großrazzia in mehreren Asia-Restaurants - Mann in Haft
Stuttgart. Bei einer Großrazzia des Hauptzollamts Stuttgart sind am Dienstag (13.05.) mehrere Asia-Restaurants in Baden-Württemberg nach Beweismitteln durchsucht worden. Darunter waren auch Objekte in Stuttgart. Grund waren Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, die sich gegen eine elfköpfige Schleusergruppe richteten. Ein Hauptbeschuldigter kam in Haft.
Illegal in Deutschland: Schleuserbande versorgt Arbeitnehmer mit gefälschten Ausweisen
Wie die Polizei mitteilt, stehen sie im Verdacht gewerbsmäßig Nicht-EU-Ausländer - mehrheitlich Georgier und Chinesen - nach Deutschland eingeschleust und hier illegal als Arbeitnehmer beschäftigt zu haben. Die Personen befanden sich zudem ohne gültige Papiere in Deutschland und wurden durch die Schleuserbande mit teilweise gefälschten Ausweisen ausgestattet. Laut Angaben der Polizei waren die geschleusten Arbeitnehmer in den Gastronomiebetrieben der Beschuldigten beschäftigt worden.
Die Schleuserbande soll sich zudem durch die Beschäftigung der Arbeitnehmer bereichert haben. Die eingeschleusten Arbeiter wurden demnach unter Mindestlohn bezahlt und schwarz beschäftigt. Laut Angaben der Polizei wurden durch das nicht ordnungsmäßige Anmelden der Personen Sozialabgaben und Lohnsteuer hinterzogen.
158.000 Euro Bargeld sichergestellt: Sieben Personen werden Haftrichter vorgeführt
Einsatzkräfte durchsuchten rund 30 Objekte nach Beweismitteln. Dabei konnte ein Haftbefehl gegen den Hauptbeschuldigten vollstreckt werden. Sieben mutmaßlich illegal in Deutschland aufhältige Arbeitnehmer werden am Mittwoch (14.05.) einem Haftrichter vorgeführt. Sie werden beschuldigt, dem Zoll gefälschte Ausweise vorgelegt zu haben.
Der Zoll konnte insgesamt 158.000 Euro Bargeld und weitere Wertgegenstände der Beschuldigten sicherstellen. 270 Zollbeamte und Kräfte der Bundes- und Landespolizei waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch die zuständigen Ausländerämter. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.


