Stuttgart & Region

Stuttgart-Vaihingen: Lokführer verhindert im letzten Moment Zusammenstoß mit 18-Jährigem

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Symbolbild. © Joachim Mogck

Dem aufmerksamen Lokführer einer S-Bahn ist es offenbar zu verdanken, dass ein 18-Jähriger am Samstagmorgen (12.09.) nicht von einer S-Bahn erfasst wurde. Der 18-Jährige war gegen 5.45 Uhr am Bahnhof Stuttgart-Vaihingen alkoholbedingt in den Gleisbereich gestürzt.

Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei befand sich der junge Mann auf dem Bahnsteig zu Gleis zwei, wo er offenbar aufgrund seiner Alkoholisierung ins Schwanken geriet und in den Gleisbereich stürzte. Ein kurz darauf einfahrender Lokführer einer S-Bahn erkannte den im Gleisbereich umhergehenden 18-Jährigen, gab einen Achtungspfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein.

Die S-Bahn kam wenige Meter vor dem 18-Jährigen zum Stehen

Die S-Bahn kam wenige Meter vor dem 18-Jährigen zum Stehen. Der junge Mann kletterte zurück auf den Bahnsteig. Bei dem Sturz zog er sich Prellungen und blutende Schürfwunden zu. Eine Streife der Bundespolizei stellte den mit fast zwei Promille alkoholisierten und leicht verletzten Mann kurz darauf am Bahnsteig fest. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

Die im Zug befindlichen Fahrgäste und der Lokführer blieben unverletzt. Der Bahnbetrieb wurde durch den Vorfall beeinträchtigt.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Die weiße Linie an Bahnsteigen markiert den Sicherheitsabstand zum Gleis. Ein Aufenthalt zwischen Bahnsteigkante und der weißen Linie ist verboten. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Stehen.