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Trauer im Stuttgarter Zoo Wilhelma: Giraffenbulle „Hanck“ gestorben

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Netzgiraffe Hanck in der Wilhelma in Stuttgart. © Harald Knitter

Die Wilhelma hat ihren Giraffenbullen verloren: Bei einer medizinischen Behandlung ist der 21 Jahre alte „Hanck“ am Dienstag (12.10.) an Kreislaufversagen gestorben. Das teilte der Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart mit. 

Jede Narkose stellt ein erhöhtes Risiko dar

„Die Narkose einer Giraffe ist die heikelste, die es in der Tierwelt gibt“, so Veterinär Dr. Tobias Knauf-Witzens. Bei einem Bullen wie Hanck muss das große und zirka zwölf Kilo schwere Hochleistungsherz das Blut von Huf bis Kopf beständig über einen Höhenunterschied von fünf Metern pumpen. Hingegen können sie auch im gesunden Zustand nicht länger liegen, ohne Kreislaufprobleme zu bekommen. Daher stellt jede Narkose ein erhöhtes Risiko dar.

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Im April hatte Hanck (Mitte) die beiden neuen Giraffen aus dem Kölner Zoo kennen gelernt: Sala (links) und Nyiri. © Harald Knitter

Der am 9. Juni 2000 in Rotterdam geborene Hanck war im April 2002 in die Wilhelma gekommen. Er hat sieben Mal Nachwuchs gezeugt und damit zum Erhalt der Netzgiraffen beigetragen. "Er erfreute sich dem Anschein nach guter Gesundheit – jedoch machten ihm im mit 21 Jahren bereits in fortgeschrittenem Alter seine Hufe zunehmend zu schaffen", heißt es in einer Mitteilung. Seine Klauen wuchsen ungleichmäßig. „Dadurch kam es zu einer Fehlstellung des Hufgelenks“, sagte Knauf-Witzens. „Ohne Korrektur wäre die Folge eine chronische Arthrose. Das Tier bekäme Schmerzen, würde lahmen und wäre auf Dauer nicht mehr lebensfähig. Die Hufpflege war bei Hanck wegen ihrer medizinischen Notwendigkeit daher unaufschiebbar geworden.“

Obduktion soll Klarheit bringen

Eine Obduktion soll nun zeigen, ob der Giraffenbulle bis auf die Alterserscheinungen gesund war oder versteckte Leiden dazu beigetragen haben könnten, dass sein Kreislauf versagt hat. Eine Lebenserwartung von 25 Jahren ist für Giraffen normal. In der Wilhelma leben aktuell noch die beiden Netzgiraffen Nyiri und Sala, die im April aus dem Kölner Zoo gekommen sind.