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Ultraleichtflugzeug abgestürzt: Pilot gerettet und Feuer gelöscht

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Aufnahme des Ultraleichtflugzeugs, welches sich in der Baumkrone verhedderte © ZVW

Schwäbisch Gmünd.
Der Pilot eines abgestürzten Ultraleichtflugzeugs, der über Nacht in einer rund 30 Meter hohen Baumkrone festgesessen hatte, ist gerettet worden. "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, er ist weitestgehend unverletzt", sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen.

Gegen 20 Uhr hatte der Pilot das Waldgebiet zwischen Degenfeld und Weißenstein überflogen. Aus bislang unbekannten Gründen stürzte das Leichtflugzeug ab und blieb in den dortigen Baumwipfeln in etwa 30 Meter Höhe hängen. Der Pilot blieb dabei offenbar unverletzt. Die Rettungsmaßnahmen wurden am Montagabend unverzüglich eingeleitet, jedoch gestaltete sich die Bergung als äußerst schwierig. Da das Ultraleichtflieger abzustürzen drohte, musste die Rettung des verunglückten Mannes in der Nacht abgebrochen werden. Am Dienstag gelang es der Bergwacht und der Feuerwehr Schwäbisch Gmünd mit Unterstützung aus Stuttgart das Fluggerät in der Höhe zu sichern, um den Piloten anschließend aus seinem Fluggerät zu retten.

UPDATE: Der Pilot konnte zwischenzeitlich unverletzt und bei bester Gesundheit das Krankenhaus verlassen. Für die Hilfsdienste stand nun die Bergung des Ultraleichtflugzeugs an. Nach Einschätzungen der Fachleute konnte das mit Totalschaden in der Baumkrone hängende Flugzeug nur durch Fällung des Baums zu Boden gebracht werden. Mitarbeiter der Gräflichen Forstverwaltung Rechberg fällten gegen 11.45 Uhr die etwa 25 bis 30 Meter hohe Buche. Nach dem Aufprall der Maschine auf dem Boden traten vermutlich Betriebsstoffe des Fluggerätes aus, sodass es Feuer fing und daraufhin komplett ausbrannte. Die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd löschte die Überreste des Flugzeugs, das einen Zeitwert in Höhe von circa 25 000 Euro hatte, sowie den umliegenden Waldboden ab. Das Wrack, das von der Polizei sichergestellt wurde, soll nun von Kräften des THW geborgen werden. Die Staatsanwaltschaft Ulm beabsichtigt einen Sachverständigen in die Absturzuntersuchungen mit einzubinden.

Für den Absturz könnte nach ersten kriminalpolizeilichen Erkenntnissen eine technische Ursache an dem Ultraleichtflugzeug des Typs Motte zum Absturz geführt haben. Weitere Einschätzungen hierzu können erst nach Begutachtung des Wracks getroffen werden. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Derzeit (Stand 13.45 Uhr) lauf die Bergungsmaßnahmen durch das THW an.