Update: Max-Eyth-See ist umgekippt
Stuttgart.
Nach wochenlanger Hitze sind im Max-Eyth-See in Stuttgart hunderte Fische verendet. Messungen des Tiefbauamts ergaben einen deutlich verringerten Sauerstoffgehalt. Die Feuerwehr war seit dem späten Donnerstagvormittag stundenlang im Einsatz, um das Wasser umzuwälzen und so Sauerstoff ins Wasser zu pumpen. "Dabei wird Wasser aus dem See gepumpt und wieder zurück in den See gespritzt", sagte Feuerwehreinsatzleiter Matthias Seiz. Die Tropfen bringen dann den Sauerstoff in das Wasser. Teilweise seien rund 15 000 Liter Wasser pro Minute durch die Schläuche geströmt, sagte er. Zusätzlich wurde dem Max-Eyth-See frisches Quellwasser zugegeben.
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Vermutlich führten absterbende Algen im See zu dem plötzlichen Sauerstoffabfall in der Nacht zu Donnerstag, wie Alexander Gass vom Tiefbauamt erklärte. Der biologische Abbau der Algenrückstände entziehe dem Wasser Sauerstoff. Bereits Ende Juli wurde für das beliebte Naherholungsziel eine Warnung vor Blaualgen herausgegeben. Die Stadt hatte Besucher gebeten, den Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden und keine Hunde ins Wasser zu lassen. Blaualgen sind aber nicht nur schädlich für Menschen und Hunde, sondern können auch zu Fischsterben führen. In den vergangenen Wochen hatten sich die Algen aufgrund der großen Hitze stark vermehrt.
Im Max-Eyth-See schwimmen nach Angaben des Württembergischen Anglervereins Stuttgart unter anderem Hechte, Bitterlinge, Welse und Rotaugen.

