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Verstöße gegen Corona-Verordnung: Stuttgarter Polizei beendet Ansammlungen in Shisha-Bar und Tiefgarage

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Symbolfoto. © Gabriel Habermann

Die Stuttgarter Polizei hat in der Samstagnacht (16.01.) zwei Ansammlungen, die nach der aktuellen Corona-Verordnung verboten sind, beendet. Das gab das Polizeipräsidium in Stuttgart in einer Pressemitteilung bekannt. Alle Personen, die angetroffen wurden, müssen nun mit entsprechenden Anzeigen rechnen.

Private Veranstaltung in Tiefgarage in Degerloch

Nach einem Zeugenhinweis überprüften die Beamten gegen 21.20 Uhr eine Tiefgarage in der Löffelstraße in Degerloch. In einem Nebenraum der unteren Parkebene stellten sie eine private Veranstaltung mit 35 Personen fest, bei der auch Getränke ausgeschenkt wurden. Keine der angetroffenen Personen trug den Angaben zufolge eine Mund-Nasen-Bedeckung, zudem wurden die Sicherheitsabstände zueinander nicht eingehalten. Als die Polizisten die Personalien aufnahmen, kam es zu einer "Widerstandhandlung", bei der ein Beamter leicht verletzt wurde. Außerdem wurden die Beamten beleidigt. "Einige der Kontrollierten verhielten sich zusehends aggressiver und hielten trotz mehrfacher Hinweise die eingeforderten Abstände zu den Polizisten nicht ein", heißt es weiter. Beim Versuch, einen eingesetzten Diensthund, der in die Jacke einer Teilnehmerin gebissen hatte, zurück zu schieben, wurde eine 54-jährige Beamtin vom Hund an der Hand verletzt und musste in der Folge ihren Dienst vorzeitig beenden. Alle 35 Personen erhielten Platzverweise und werden wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung zur Anzeige gebracht.

Ansammlung in Shisha-Bar in Bad Cannstatt

Auch im Stadtteil Bad Cannstatt löste die Polizei eine unerlaubte Ansammlung auf. Hier wurden die Beamten gegen 23.40 Uhr wegen einer Ruhestörung in die Zieglergasse gerufen. Vor Ort stellten sie fest, dass aus einer vermeintlich geschlossenen Shisha-Bar etwas Licht durch die abgedunkelten Scheiben und Stimmen nach draußen drangen. "Bei der folgenden Kontrolle wurden fünf Personen, darunter der 25-jährige Gastwirt, angetroffen, die Getränke konsumierten und Shishas rauchten. Keiner der angetroffenen trug einen Mund-Nasen-Schutz", so die Polizei.

Um den illegalen Betrieb der Shisha-Bar zu verdecken, hatte der Gastwirt Maßnahmen getroffen, die sich laut Polizei als besonders leichtsinnig und gefährlich darstellten. "So war die notwendige Lüftung aufgrund der damit verbundenen Geräusche nicht in Betrieb." Die CO-Melder hatte er demontiert beziehungsweise funktionslos gemacht, damit diese nicht auslösen konnten. Messungen der angeforderten Feuerwehr ergaben erhöhte CO-Konzentrationen. Die Räumlichkeiten wurden deshalb gelüftet. Von den anwesenden fünf Personen klagte keine über Beschwerden.

"Neben weiteren arbeits- und gaststättenrechtlichen Verstößen muss sich der Gastwirt nun auch wegen Beeinträchtigung von Unfallverhütungsmitteln strafrechtlich verantworten. Das Lokal wurde nach Abschluss der Maßnahmen polizeirechtlich geschlossen", heißt es im Polizeibericht.