Stuttgart & Region

Warnstreiks bremsen den Nahverkehr in Stuttgart und der Region am 8. Oktober

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Symbolbild © Joachim Mogck

Für viele Pendler in Stuttgart und der Region könnten die Warnstreiks im öffentlichen Dienst am kommenden Donnerstag (08.10.) zur Geduldsprobe werden. Dann ruft Verdi Beschäftigte der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) zum ganztägigen Warnstreik im Nahverkehr auf. In einer Mitteilung des Verkersverbundes Stuttgart (VVS) vom Dienstag heißt es: "SSB und VVS bitten Fahrgäste, sich schon jetzt darauf einzustellen."

Betroffen vom Streik sind laut der VVS-Mitteilung alle Stadtbahnen (U1 bis U34) und SSB-Busse (zweistellige Liniennummern), die normalerweise im Stadtgebiet Stuttgart, zum Teil auf den Fildern, nach Sindelfingen, Fellbach, Remseck, Leonberg, Gerlingen und Nürtingen fahren. Die Stuttgarter Nachtbusse (N1 bis N10), Zahnradbahn und die Seilbahn der SSB sollen ebenfalls bestreikt werden. Busse von Privatunternehmen, die im Auftrag der SSB auf SSB-Linien fahren, werden nicht ausfallen.

Folgende Linien fahren planmäßig:

  • 53       Mühlhausen – Zuffenhausen
  • 54       Freiberg – Neugereut
  • 58       Schmiden – Obere Ziegelei
  • 60       Oeffingen – Untertürkheim
  • 64       Stelle – Frauenkopf
  • 66       Kühwasen – Geschwister-Scholl-Gymnasium
  • 73       Degerloch – Neuhausen
  • 90       Korntal – Giebel

Die Kundenzentren der SSB am Charlottenplatz, Rotebühlplatz und Hauptbahnhof werden am Donnerstag ebenfalls bestreikt und daher geschlossen sein. Der SSB-Telefonservice kann ebenfalls vom Streik betroffen sein. In diesem Fall können sich Fahrgäste stattdessen an die Mitarbeiter des VVS-Callcenters unter 0711 19449 wenden, die montags bis freitags von 8 bis 18:00 Uhr erreichbar sind, oder rund um die Uhr an die landesweite Fahrplanauskunft unter 01805 77 99 66 (14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) sowie die regionale Mobilitätsnummer 0711 320 66 222. Die Reisezentren der DB sind nicht vom Streik betroffen und stehen Kunden am Donnerstag wie gewohnt zur Verfügung.

Tarifliche Sonderregelung

  • Der VVS empfiehlt Fahrgästen, zu prüfen, ob es möglich und sinnvoll ist, auf S-Bahnen, Nahverkehrszüge sowie Nebenbahnen (Schönbuchbahn, Wieslauftalbahn, Strohgäubahn, Tälesbahn) umzusteigen, die nicht vom Streik betroffen sind.
  • Die Busse der privaten Verkehrsunternehmen, die überwiegend in den Verbundlandkreisen eingesetzt werden, fahren wie gewohnt. Für die Mitarbeiter dieser Verkehrsunternehmen gelten andere Tarifverträge. Die Busse der SVE sind am Donnerstag nicht vom Warnstreik betroffen.
  • Aufgrund des Streiks dürfen Fahrgäste, die mit gültigem VVS-Ticket unterwegs sind, ohne Aufpreis alternative Fahrstrecken nutzen, auch wenn sie über andere oder mehr Zonen führen, als auf dem Ticket stehen. Außerdem dürfen zeitlich begrenzte Tickets im Streikfall schon früher genutzt werden, z. B. bereits vor 9 Uhr.