Stuttgart & Region

Wer rettet die letzten Berggorillas?

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Berggorillas © ZVW
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Ranger © ZVW

Stuttgart.
Der Kampf ums Überleben der letzten Berggorillas ist auch für ihre Beschützer gefährlich. Schwer bewaffnet heften sich die Ranger im Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo an die Fersen der Wilderer, die in dem Schutzgebiet viele der Menschenaffen auf dem Gewissen haben.

Bei der Suche helfen ihnen die Spürhunde des Congohounds-Projekts, gefördert auch von der Wilhelma in Stuttgart. Deswegen führen die Wächter von Afrikas ältestem Nationalpark ihre Spürnasen an diesem Wochenende, 28./29. Oktober, im Zoologisch-Botanischen Garten vor. Bei den „Wilden Wochenenden“ berichtet die Projektleiterin Marlene Zähner mit einem Ranger am Samstag und Sonntag jeweils um 11, 14 und 16 Uhr in der Wilhelmaschule aus erster Hand von der aufopferungsvollen Arbeit, die schon manchem Kollegen in der Unruheregion das Leben gekostet hat. Die Teilnahme an dem Aktionstag gegenüber der Geiervoliere ist bereits im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten.

Die Lage in der Demokratischen Republik Kongo ist seit Jahren so dramatisch für Mensch und Tier, dass sie zur Ausrottung der Berggorillas führen könnte.Denn in dem Bürgerkriegsgebiet sind bei dem blutigen Ringen um Macht, Land, Bodenschätze und Ackerflächen Schutzgebiete nur im Weg. Die Wilhelma unterstützt deshalb seit 2012 den Artenschutz vor Ort, indem sie mit Spenden ihrer Besucher sowohl die Ausstattung der Ranger und die Ausbildung der Spürhundestaffel mitfinanziert als auch soziale Projekte fördert.

Das Congohounds-Programm ist von der Weltzoo-Organisation WAZA offiziell anerkannt. Die Zahl der Gorillas im Virunga-Park hat sich in den vergangenen Jahren von weniger als 500 auf rund 880 etwas erholt. Die Spürhunde sind ein wichtiger Faktor der deutlich verbesserten Situation.