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Wilhelma: Eintrittspreise werden nur teilweise erhöht

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In diesem Herbst strömen deutlich mehr Besucher in die Wilhelma als im Vorjahr. Die Pinguine sind auch im Winter draußen anzutreffen. © Ramona Adolf

Stuttgart. Die Nachricht hatte Anfang November für Aufregung bei unseren Lesern gesorgt: Die Wilhelma gab an, ihre Eintrittspreise um bis zu 25 Prozent anzuheben. Nun soll die Preiserhöhung doch nicht mehr für alle Ticktes gelten. Wegen der starken Besucherzahlen im letzten Quartal kann der Zoo zumindest teilweise bei den alten Ticketpreisen bleiben.

48 Euro hatte die Wilhelma zur Hauptsaison 2019 für ein Familientagesticket verlangen wollen. Das wären acht Euro mehr als bisher. Nun rudert der Stuttgarter Zoo wieder zurück. Die Familienticktes bleiben bei 42 Euro. Auch der Preis für die Tageskarten für Kinder wird nicht auf die vorgesehenen zehn Euro erhöht, sondern bleibt bei acht Euro. Lediglich die Tickets für Erwachsene steigen ab der Hauptsaison im März 2019 um drei Euro von 16 auf 19 Euro an.

Weihnachts-Spezial wurde gut angenommen

Diese "Weihnachtsüberraschung", wie die Wilhelma es in einer Pressemitteilung von Dienstag (18.12.) nennt, verdanken die Besucher den starken Besucherzahlen aus dem letzten Quartal. Laut eigenen Angaben kamen mit 99 000 Gästen im November fast 40 000 mehr Besucher als im Vorjahr. Und hatten 2017 in der ersten Hälfte des Dezembers 13 000 Menschen den Zoo besucht, waren es dieses Jahr bereits 40 000. In diesem Winter hatte die Wilhelma erstmals mit weihnachtlichen Beleuchtungen die Besucher angelockt. Wilhelma-Driektor Dr. Thomas Kölpin ist erfreut über den Erfolg dieser Aktion, mahnt aber auch, dass sich dieses Event nicht auf das ganze Jahr übertragen ließe. So könne man nicht auf alle Preiserhöhungen verzichten, aber zumindest auf einige. "Wir sind besonders den Familien verpflichtet; bei ihnen summieren sich die Ausgaben am stärksten. Deshalb werden wir die Tageskarten für Kinder und Familien auch 2019 unverändert auf dem Niveau von 2015 belassen."

Die Preiserhöhung wurde unter anderem mit den Ausgaben des Zoos für den Artenschutz begründet. Außerdem müsse der Zoo "die Qualität als international renommierte Einrichtung aufrechthalten" und brauche dafür mehr Geld.