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Wilhelma Stuttgart: Aktionsstand zum Welt-Geparden-Tag am Sonntag (04.12.)

Die Geparden-Fünflinge der Wilhelma lenken viel Aufmerksamkeit auf die bedrohte Tierart
Die Geparden-Fünflinge der Wilhelma lenken viel Aufmerksamkeit auf die bedrohte Tierart © Wilhelma Stuttgart

Die Wilhelma Stuttgart berichtet zum Welt-Geparden-Tag am Sonntag (04.12.) an einem Aktionsstand direkt am Gehege mit dem Gepardennachwuchs von 11 bis 15 Uhr von seinen Fortschritten. Das teilte der zoologisch-botanischer Garten am Freitag (02.12.) mit. 

"2022 war auf vielfältige Weise ein gutes Jahr für den Artenschutz des schnellsten Landtiers der Welt", heißt es in der Pressemitteilung. Mit einem schwindenden Bestand von inzwischen weniger als 7.500 Artgenossen sind Geparden seltener als Löwen und Leoparden. Der Wilhelma ist in diesem Sommer erstmals eine Nachzucht gelungen und damit der einzige Wurf in Europa in diesem Jahr.

Das ist am Welt-Gebarden-Tag in der Wilhelma geboten

Den vielseitigen Einsatz für den Artenschutz stellt das pädagogische Team der Wilhelmaschule am Welt-Geparden-Tag vor. Am Aktionsstand gibt es Raubtierschädel zum Anschauen, Fangzähne zum Vergleichen und Gepardenkrallen zum Anfassen. Eltern und Kinder können die Fragen eines Geparden-Quiz lösen und kleine Preise mit nach Hause nehmen. „Neben dem unmittelbaren Schutz der Tiere ist für den Erfolg die Information wichtig“, sagt Stefanie Reska, die in der Wilhelma für Artenschutz und Umweltbildung zuständig ist. „Nur wenn die Menschen die Besonderheiten der Tierarten kennen, begreifen sie die Herausforderung, sie zu retten." 

Drei Geparden vor dem illegalen Wildtierhandel gerettet

Für den dauerhaften Erhalt der bedrohten Art muss ihr Überleben auch in der Wildnis geschützt werden. Die Wilhelma unterstützt mit Spenden ihrer Gäste und des Fördervereins den Cheetah Conservation Fund (CCF) in Afrika. Dank der Finanzspritze aus Stuttgart konnte der CCF jetzt drei Geparden-Welpen vor dem illegalen Wildtierhandel retten.

Die Jungtiere gelten in manchen Regionen als Statussymbole. Dafür fangen oder schießen Wilderer die Muttertiere, um an den wenige Wochen alten Nachwuchs zu kommen. Die Behörden konnten jetzt drei Baby-Geparden im ostafrikanischen Somaliland konfiszieren und an den CCF geben. Dessen Betreuer versorgen die kleinen Geparden medizinisch und päppeln sie auf, um sie bestenfalls wieder auszuwildern, wenn sie herangewachsen sind. Der CCF kümmert sich auf diese Weise um mittlerweile 90 gerettete Geparden und ist damit ein merklicher Faktor im Artenschutz.

Die Wilhelma und ihr Förderverein kooperiert mit dem Cheetah Conservation Fund dauerhaft. Mit einem Zuschuss von 25.000 Euro pro Jahr kann der CCF zusätzliche Herdenschutzhunde für Hirten ausbilden. Damit können lokale Viehhalter verhindern, dass ihre Nutztiere Beute der Raubkatzen werden und bejagen die Geparden dann nicht mehr.