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Wilhelma Stuttgart: Die Bonobo-Affen haben zweifachen Nachwuchs bekommen

Bonobo Affen Wilhelma
Das Bonobo-Weibchen Bikita mit ihrem Neugeborenen in der Wilhelma Stuttgart. © Wilhelma Stuttgart

Die Freude in der Wilhelma Stuttgart ist groß: Bei den Bonobo-Affen sind zwei Jungtiere auf die Welt gekommen. Die Weibchen Banbo und Bikita haben ihre beiden Sprösslinge selbstständig und ohne Probleme geboren. Auch ein drittes Baby-Äffchen sei auf dem Weg, teilt die Wilhelma mit.

Geschlecht der Jungtiere noch unklar - ein Weibchen stirbt bei einer Schwergeburt

Ob es sich bei den Neugeborenen um Männlein oder Weiblein handelt, ist noch nicht klar. "Die Neugeborenen klammern sich hingebungsvoll an ihre Mütter, die sie permanent halten und säugen. So ist noch kein enthüllender Blick gelungen", heißt es in der Pressemitteilung. Daher wurden auch noch keine Namen vergeben.

Für die Erhaltung der sehr bedrohten Tierart sind diese Nachzuchten ein wertvoller Beitrag. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) tragen die nächsten Verwandten der Menschen den Status „stark gefährdet“. Durch den zunehmenden Verlust ihres Lebensraums in den Wäldern Zentralafrikas sowie Wilderei und Krankheiten steht ihr Überleben auf dem Spiel. 

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Inzwischen haben die Juntiere, hier Banbos Neugeborenes, die Augen offen. © Wilhelma Stuttgart

Neben dem doppelten Nachwuchs gibt es aber auch den Verlust eines Bonobo-Weibchens zu betrauern. Die Geburt eines dritten Jungtieres verlief so schwer, dass weder die 13,5 Jahre alte Mutter Fimi noch das ungeborene Äffchen überlebten. "Bei aller Begeisterung betrübt uns der Verlust der beiden anderen Tiere", so Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin.

"Wie in der Natur besteht auch im Zoo immer die Gefahr, dass eine Geburt missglücken kann. Aber es ist ein Jammer um jeden einzelnen der seltenen Menschenaffen." Die Nabelschnur hat sich im Mutterleib so um den Fötus gewickelt, dass es dem Bonobo-Weibchen Fimi unmöglich war, zu gebären.