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Wilhelma Stuttgart: Geparden-Fünflinge werden fünf Monate alt

Geparden-Nachwuchs in der Wilhelma in Stuttgart beim ersten Kletterausflug
Die mit ihren fast fünf Monaten sonst kecken Jungtiere zeigten sich zuerst zögerlich. © Wilhelma Stuttgart

In wenigen Tagen werden die Geparden-Fünflinge fünf Monate alt. Geparden sind nicht nur in der Wilhelma selten. Ihr erster Nachwuchs in Stuttgart war zugleich der einzige Wurf dieses Jahr in Europa. Das teilte die Wilhelma Stuttgart am Mittwoch (23.11.) mit.

Geparden-Fünflinge üben das Klettern

Ihr graues Babyfell haben die drei Kater Themba, Lunis und Ajani und die beiden Katzen Nala und Maleika inzwischen abgestreift und sind jetzt über und über gepunktet. Für den ersten Nachwuchs der schnellen Raubkatzen im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart ist das eine spannende Zeit. Die Jungtiere sind nun groß genug und ausreichend trittsicher. Nachdem sie bisher das große Auslaufgehege nutzen konnten, durfte Mutter Niara ihren Wurf jetzt in die Nachbaranlage führen. Die Anlage ist als Kletterpark gestaltet. Über mächtige Baumstämme, die an der Wand lehnen können sie hier einen Ausblick in rund fünf Metern erklimmen. Von dort aus können sie die Wilhelma überblicken. 

Sicherheitshalber wurde als Fallschutz Rindenmulch verteilt. Denn Geparden gelten nicht als die größten Kletterer unter den Katzen. Nur als Jungtiere haben sie Krallen, mit denen sie greifen können. Später stehen diese fest wie bei Hunden, was ihnen beim schnellen Rennen auf der Jagd mehr hilft. 

„Mittlerweile sind die Kleinen rechte Rabauken, aber hier hatten sie zuerst allergrößten Respekt vor der Kletterpartie und waren äußerst vorsichtig“, berichtet Tierpflegerin Nina Wenning. „Ihre Mutter musste vormachen, wie man hoch und runter kommt.“ Deren Rufen reichte nicht, damit der Nachwuchs ihr folgte.

Geparden gelten als gefährdet

Die schnellsten Landtiere der Welt werden in der Wildnis immer weniger und gelten laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion bei einem Bestand von inzwischen nur noch rund 7500 Tieren als gefährdet. „Daher ist sowohl die Zucht in den Zoos wichtig als auch der Artenschutz vor Ort“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin.