Stuttgart & Region

Wilhelma-Tag in Stuttgart: Wie funktioniert der Zoologisch-Botanische Garten?

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Wilhelma Tag 2018
Beim Wilhelma-Tag gibt die Wilhelmaschule immer wieder Einblick in ihre besonderen Sammlungen. Hier schauen sich zwei Mädchen ein Straußenei an. © Wilhelma Stuttgart
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Wilhelma Tag 2018
Der Zootierarzt erläutert vor der Krankenstation den Einsatz des Blasrohrs. © Wilhelma Stuttgart

Nach der Corona-Zwangspause findet an diesem Sonntag (03.07.) das erste Mal seit 2019 wieder der Wilhelma-Tag statt. Das teilte die Wilhelma Stuttgart am Donnerstag (30.06.) mit.

Sonderprogramm in der Wilhelma Stuttgart

Wie gelingt es, die kaum vorstellbare Vielfalt von rund 1200 Tierarten und 8500 Pflanzenarten und -sorten zu pflegen und zu erhalten? An einem Tag im Jahr gewährt der Park seinen Gästen einen Blick hinter die Kulissen. Zum ganz normalen Eintrittspreis läuft von 10 bis zumeist 16 Uhr ein Sonderprogramm mit zusätzlichen Fütterungen, vielen Erläuterungen und Mitmachmöglichkeiten. Der Park ist von 8.15 bis 20 Uhr geöffnet. 

Auch eingefleischte Wilhelma-Fans können neue Einblicke gewinnen und für kleinere Kinder ist es nach der Corona-Pause sogar die erste Chance, vieles zu erfahren, zum Beispiel: Wie bekommt die Futtermeisterin mit ihrem Team bei 11.000 Tieren mit unterschiedlichsten Bedürfnissen all die Mäuler und Schnäbel satt? Wieviel frisst ein 3,5 Tonnen schwerer Elefant pro Tag? Was gibt man zum Beispiel einem Okapi, das sich nur von Blättern ernährt, im Winter? Und warum dürfen Tiere mit dem Essen spielen?

Viele zusätzliche Schaufütterungen

Weil das Thema Essen zentrale Bedeutung hat, gibt es viele zusätzliche Schaufütterungen am Wilhelma-Tag: Bei Nasenbären und Nashorn, Brillenbären und Affen ist zum Beispiel zu beobachten, wie die Tiere mit ihren Mahlzeiten zugleich gesättigt, gefordert und gefördert werden. Bei den 21 Fütterungen können Besucher unter anderem Pelikane, Pinguine und Piranhas in Aktion erleben. Passend dazu erläutert die Wilhelmaschule bei den Bibern, was es mit den Zähnen in der Tierwelt auf sich hat. Auch Zootierarzt und -ärztin öffnen ihre Krankenstation und lassen sich auf die Finger schauen. 

Azubis stellen Ausbildungsberufe vor

Was muss man können, um in der Wilhelma zu arbeiten? Azubis stellen ihre dualen Ausbildungsberufe Zootierpflege und Zierpflanzengärtnerei vor. Bei ihrem gemeinsamen Stand verknüpfen sie ihre Fachgebiete und erläutern, welche Tierarten welche Pflanzen fressen. Unter allen, die bei Mitmachaktionen etwas Geschick beweisen, werden drei Tierbegegnungen verlost: Treffen mit Poitou-Eseln, Netzgiraffen und Kamelen stehen auf dem Spiel. Kinder können am Schaubauernhof Ponyreiten und sich beim Melken am Kunsteuter versuchen.

Auch die Expertinnen und Experten mit dem grünen Daumen teilen ihr Fachwissen am Wilhelma-Tag und geben Auskunft zur richtigen Pflege von besonderen Zöglingen, wie Kakteen, Sukkulenten und Fleischfressenden Pflanzen. Auch zu Kübel- und Nutzpflanzen, wie Chili und Kaffee, haben Sie Tipps für daheim parat. Außerdem gibt es einen Verkauf ungewöhnlicher Arten aus der Überschussproduktion.