Stuttgart & Region

Zwei Lichtblicke im tristen Corona-Alltag

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Eine der Attraktionen des Streichelzoos: Die Poitou-Esel. © Wilhelma Stuttgart
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Bei den Poitou-Eseln wurde am Ostersonntag ein Stutfohlen geboren. © ZVW/Danny Galm
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Bei den Poitou-Eseln wurde am Ostersonntag ein Stutfohlen geboren. © ZVW/Danny Galm
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Am Dienstag, 7. April, brachte Okapikuh Nyota einen kleinen Bullen zur Welt. © ZVW/Danny Galm
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Am Dienstag, 7. April, brachte Okapikuh Nyota einen kleinen Bullen zur Welt. © ZVW/Danny Galm
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Am Dienstag, 7. April, brachte Okapikuh Nyota einen kleinen Bullen zur Welt. © ZVW/Danny Galm
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Am Dienstag, 7. April, brachte Okapikuh Nyota einen kleinen Bullen zur Welt.
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Bei den Poitou-Eseln wurde am Ostersonntag ein Stutfohlen geboren.

Stuttgart.
Gleich zwei Lichtblicke im tristen Corona-Alltag hinter verschlossenen Türen gab es in der vergangene Woche in der Wilhelma in Stuttgart: Im Giraffenhaus erblickte ein gesundes Okapikalb das Licht der Welt und bei den Poitou-Eseln tobt jetzt ein kleines Fohlen über den Schaubauernhof. Wie der Zoo am Donnerstag mitteilte, sind die beiden "Neuzgänge" auch für den Fortbestand der beiden Arten von "großer Bedeutung". 

Die Okapis sind in ihrem Heimatgebiet, der Demokratischen Republik Kongo, stark gefährdet. Dort leben schätzungsweise noch 15.000 dieser scheuen Tiere. Nur rund 70 Waldgiraffen gibt es in 24 europäischen Zoos – nun verstärkt durch den neugeborenen Okapibullen des Zoologisch-Botanischen Gartens. Am Dienstag (7. April) kam das Kalb ganz unbeobachtet auf die Welt. „Als wir morgens kamen, stand der Kleine schon und Nyota hatte ihn sauber und trocken geleckt“, so Revierleiter Daniel Wenning. „Sie säugt ihn regelmäßig und kümmert sich wirklich hervorragend um ihn. Besser könnte es nicht laufen.“

Eine morgendliche Überraschung war auch das Fohlen bei den Poitou-Eseln auf dem Schaubauernhof. Das neugeborene Langohr stand am Ostersonntag (12. April) pünktlich zum Dienstbeginn schon fest mit seinen vier stämmigen Beinen im Leben. Im Gegensatz zu Mutter Brise trägt die kleine Stute noch nicht das rassetypische zottelige Haarkleid, das sich erst im Alter von einem Jahr entwickelt. Das Fohlenfell ist zunächst sehr dunkel, kurz und plüschig, bevor es sich langsam aufhellt. Die Haustierrasse stammt aus dem Westen Frankreichs und ist schon seit dem 10. Jahrhundert bekannt. Waren sie einst zur Züchtung großer und leistungsstarker Maultiere beliebt, standen die Poitou-Esel in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts fast vor dem Aussterben.

Dank eines koordinierten Zuchtprogramms konnte diese Rasse jedoch bis heute erhalten werden. Das jüngste Stutfohlen der Wilhelma ist zudem das Ergebnis einer langen Zusammenarbeit mit dem französischen Zuchtverband. Während die ersten beiden Fohlen von Mutter Brise und Hengst Nepomuk aber nach Frankreich umgezogen sind, darf der jüngste Sprössling in der Wilhelma bleiben und zukünftig hoffentlich selbst einmal zum Erhalt der edlen Esel beitragen.


Hinweis: Entgegen erster anders lautender Medienberichte sieht der Beschluss von Bund und Ländern vom 15. April keine Lockerung der Restriktionen für Zoos und Botanische Gärten vor. Darum bleibt die Wilhelma auch weiterhin bis auf weiteres zum Infektionsschutz geschlossen.