Stuttgart & Region

Zwei Zebrafohlen in der Wilhelma geboren

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Das Grévy-Zebrafohlen Lisbeth gibt am ersten Tag auf der Außenanlage schon tüchtig Gas. © Ramona Adolf
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Die Grévy-Zebrastuten Gabora (rechts) und Milly mit ihrem Nachwuchs. © Ramona Adolf
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Die Grévy-Zebrastute Milly hat in der Wilhelma in Stuttgart am 27. August 2017 das Hengstfohlen Theo bekommen. © Ramona Adolf
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Es durfte am Montag, 4. September, das erste Mal auf die Außenanlage. © Ramona Adolf

Stuttgart.
Nachwuchs in der Wilhelma: Innerhalb von zwei Tagen sind zwei Zebrafohlen geboren. Seit Anfang der Woche dürfen sie ins Außengehege der Savannen-Anlage und sind nun immer öfter für die Besucher zu sehen. 

Stute Gabora hatte am Freitag Fohlen Lisbeth zur Welt gebracht, am Sonntag folgte Theo als Sohn von Milly. Zunächst blieben sie im Stall, durften aber schnell ins Vorgehege, um sich an die anderen Mitglieder der Gruppe zu gewöhnen.

Jungtiere erreichen mit der Geburt praktisch die volle Beinlänge

Schon wenige Minuten nach der Geburt konnten die Fohlen stehen und laufen, berichten Tierpfleger. Die Jungtiere haben mit der Geburt praktisch die volle Beinlänge erwachsener Zebras, damit sie mit den Großen mithalten können. In der Natur ist dies für Zebras überlebenswichtig, um Raubtieren zu entkommen.

In der Prägephase bleiben die Fohlen dicht bei ihren Müttern, um sich Stimme, Geruch und auch das individuelle Streifenmuster einzuprägen. Die Streifen helfen nicht nur dabei, dass die Tiere sich untereinander besser erkennen, sie bieten Studien zufolge auch den Vorteil, dass die Tsetse-Fliegen als Krankheitsüberträger sich seltener auf gestreifte Flächen setzen. Nebenbei machen sich auch Forscher diesen „Fingerabdruck“ zunutze, die auf Fotos die Tiere durch den individuellen Strichcode identifizieren und auseinander halten können.

Grévy-Zebras gelten als stark gefährdet

Die Art der Grévy-Zebras, wie sie die Wilhelma hält, ist nach dem früheren Staatspräsidenten von Frankreich Jules Grévy benannt. Es sind die größten Zebras und haben das dichteste Streifenmuster. Sie kommen nur in Halbwüsten in Südäthiopien und Nordkenia vor und gelten als stark gefährdet. Ihr Bestand lag Ende der 1970er Jahre bei rund 15 000 Tieren. Heute geht man von nur noch etwa 2 500 aus. Zoos haben inzwischen eine Reservepopulation von gut 500 Grévy-Zebras aufgebaut.

Die Gruppe ihrer Zebra-Stuten hat die Wilhelma 2013 neu zusammengestellt. Vater der beiden Fohlen ist der Hengst Lukas, der 2016 für ein Vierteljahr aus dem Zoo Mulhouse zu Gast war.