VfB Stuttgart

Testspiel gegen den SV Sandhausen: Das sind die Erkenntnisse nach dem 6:1-Sieg

Waldemar Anton Testspiel SV Sandhausen VfB
Waldemar Anton (rechts im Bild) spielte in Halbzeit eins den zentralen Part in der Stuttgarter 3er-Kette. © ZVW/Simeon Kramer

Am Samstagmittag (08.08.) absolvierte der VfB Stuttgart sein erstes Testspiel der neuen Saison gegen den Zweitligisten SV Sandhausen. Die Partie wurde bei strahlendem Sonnenschein um 11 Uhr im Robert-Schlienz Stadion angepfiffen.

Der VfB präsentierte sich in überraschend guter Frühform und besiegte Sandhausen deutlich mit 6:1 - und lieferte einige Erkenntnisse für die kommenden Bundesliga-Saison.

Ist die 3er-Kette Matarazzos Rezept für die Bundesliga?

Trainer Pellegrino Matarazzo ließ in beiden Halbzeiten mit unterschiedlichem Personal jeweils mit einer 3er-Kette agieren. Während er in Halbzeit eins auf das Trio Mavropanos - Anton - Mola vertraute, kamen in Halbzeit zwei Stenzel - Aidonis - Kaminski (ab 70. Badstuber) zum Zug. Auch in der vergangenen Zweitliga-Saison spielte der VfB und Matarazzos Leitung meist mit einer 3er-Kette, ein ähnliches Konzept gilt auch in der Bundesliga als sehr wahrscheinlich.

Matarazzo erfreut sich über den Konkurrenzkampf in der Defensive

Vor allem in der Defensive hat sich der VfB personell verstärkt, mit Waldemar Anton und Konstantinos Mavropanos kamen zwei Neuzugänge an Bord. Als Trainer wünsche man sich natürlich einen solchen Konkurenzkampf im Kader, sagte Matarazzo im Anschluss an das Testspiel. 

Trotz dem Überangebot an Defensivspielern sieht der VfB-Trainer keinen Grund zur Sorge: "Enttäuschung entsteht, wenn man mit einer falschen Einschätzung in die Saison reingeht - das wird nicht der Fall sein." Er habe bereits Gespräche mit ein paar Spielern geführt. "Ich glaube es ist wichtig, dass jeder Spieler weiß, wo er steht. Ansonsten kann das natürlich für Unruhe sorgen."

Der VfB muss sich in der Bundesliga ans "Hinterherlaufen" gewöhnen

Anders als in der zweiten Liga muss sich der VfB in Liga eins darauf einstellen, deutlich weniger Ballbesitz zu haben. Dementsprechend schickte Trainer Matarazzo seine Mannschaft mit einem klaren Ziel in das Testspiel gegen Sandhausen: Defensiv spielen, dem Gegner den Ball überlassen.

Vor allem in Halbzeit eins fiel auf, wie defensiv die Schwaben agierten. Sandhausen machte über weite Strecken die Partie. "Das war Absicht, dass wir so defensiv stehen", meinte Matarazzo nach der Partie. Man wolle ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, dem Ball hinterher laufen zu müssen - Fußball sei eben nicht immer schön.

Matarazzo will die Kommunikation auf dem Platz verbessern

Auffällig war, wie viel auf dem Rasen im Robert-Schlienz Stadion gesprochen wurde. Ob es Daniel Didavi war oder Pascal Stenzel, die Spieler coachten sich gegenseitig auf dem Platz. "Kommunikation war ein Thema dieses Spiels, ich wollte das Leben auf dem Platz spüren. Es geht dabei nicht nur um Emotionen, sondern auch um taktisches Coaching", so der 42-Jährige.

Das Thema sei ein Punkt, an dem man weiter arbeiten müsse - auch im Vergleich zur letzten Saison: "In der Rückrunde gab es Phasen, wo man sich auf dem Platz ein bisschen mehr Unterstützung gewünscht hätte."

Sehenswerte Tore beim deutlichen Testspiel-Sieg

Das 1:0 erzielte der Ex-Sandhäuser Philipp Förster in der 22. Minute, Kapitän Gonzalo Castro legte knapp 10 Minuten später mit dem 2:0 nach. Vor der Pause gelang Sandhausens Stürmer Behrens der 2:1-Anschlusstreffer.

Nach der Pause drehte der VfB auf, erste köpfte Daniel Didavi in der 63. Minute einen Freistoß von Philipp Klement zum 3:1 ins Tor, ehe Pascal Stenzel mit einem sehenswerten Weitschuss in der 77. Minute das 4:1 erzielte. Wataru Endo und Nicolas Gonzalez setzten in den letzten zehn Minuten den Schlusspunkt.

So spielte der VfB gegen den SV Sandhausen

1. Halbzeit

33 Bredlow - 2 Anton, 5 Mavropanos, 6 Mola, 8 Castro, 11 Thommy, 14 Wamangituka, 18 Al Ghaddioui, 20 Förster, 23 Mangala, 31 Klimowicz

2. Halbzeit

13 Grahl - 3 Endo, 10 Didavi, 15 Stenzel, 21 Klement, 22 Gonzalez, 24 Sosa (Mack), 25 Egloff (Churlinov), 26 Aidonis, 30 Massimo (Kleinhansl), 35 Kaminski (Badstuber)

Tore: 1:0 Philipp Förster (22.), 2:0 Gonzalo Castro (33.), 2:1 Kevin Behrens (39.), 3:1 Daniel Didavi (63.), 4:1 Pascal Stenzel (76.), 5:1 Wataru Endo (84.), 6:1 Nicolas Gonzales (86.)