11:00 Uhr - Gemeinde Rudersberg

Originelle Ideen für Regionalvermarktung

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1903K007 24 Stunden in Rudersberg, Hochformat fuer unten, Gemeinde Rudersbergmit BM Raimon Ahrens, Jerome Forgerit - Balci, Wohnmobilist Hans Bischof und Dr. Martina Spichal - Moessner nicht ss nicht oe von der Stabstelle Wirtschafts- und Tourismusfoerderung mit der Vespertuete als Geschank an Gaeste. © Ralph Steinemann Pressefoto
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1903K007 24 Stunden in Rudersberg, flaches Querformat 2spaltig, Gemeinde Rudersberg mit links BuermeisterRaimon Ahrens, mitte Dr. Martina Spichal - Moessner nicht ss nicht oe von der Stabsstelle Wirtschafts- und Tourismusfoerderung, rechts Ortsvorsteher Rudolf Scharer. © Ralph Steinemann Pressefoto

Mittwochvormittags um 11 Uhr kommt der halbe Ort auf dem Schlechtbacher Märktle zusammen. Auch viele Kunden aus der Gegend decken sich seit Mai 2018 mit frischen Lebensmitteln direkt vom örtlichen und regionalen Erzeuger ein.

Gemeinde Rudersberg: „Märktle“, Wohnmobil-Stellplatz am Freibad und „Vespertüte“

Da hatte Ortsvorsteher Rudolf Scharer den richtigen Riecher, als er bei der Gemeinde anregte, einen Wochenmarkt zu etablieren. Seinem Anstoß ist es zu verdanken, dass die Waren des täglichen Bedarfs direkt im Ort zu haben sind - noch dazu an einer Stelle, die auch viele Vorbeifahrende spontan anhalten lässt. „Das Märktle wird gesehen und sehr gut angenommen“, sagt Scharer. Die Standbetreiber sehen es genauso: „Ich bin erstaunt, wie gut es läuft, viele ältere Menschen sind dankbar“, sagt Friedrich Jantzen, der eine reichhaltige Käseauswahl anbietet. Seine Klientel weiß es zu schätzen, dass sie hier auch das Besondere finden, seine französischen Rohmilchkäsespezialitäten packt er nicht umsonst ein.

Respekt, was hier am späten Vormittag los ist: An jedem Stand werden Kunden bedient. Mitarbeiter vom Bauhof holen sich ihr Vesper - einen warmen Leberkäse gibt es hier auch. Ältere Menschen, die nicht zu Fuß nach Rudersberg kommen, bestücken ihren Einkaufswagen mit regionalen und sogar überwiegend örtlichen Produkten. Bürgermeister Raimon Ahrens freut sich, dass 80 Prozent der Standbetreiber „local heroes“ sind. Außer Jantzen legen auch Familie Klemens, Imker Uwe Frumolt, der Forellenhof Rieker sowie Sandy und Markus Bareiß mit Wurstwaren aus eigener Herstellung nur einige hundert Meter Anfahrtsstrecke zurück. Obst und Gemüse verkauft Familie Pusterein aus Kernen, das Holzofenbrot stammt von Familie Schuster in Alfdorf.

Im ersten Jahr schon ein beliebter Treffpunkt

Eine „gute Ergänzung mit frischen Waren“ ist der Markt aus Sicht von Manfred Stephan aus Lindental. „Außerdem ist’s ein toller Treffpunkt zum Schwätzen.“ Eine Kundin aus Michelau lässt sich Maultaschen und Wurst in die selbst mitgebrachte „Gugg“ geben, sie schätzt, dass sie „plastikfrei“ einkaufen kann.

Regionales gut „eingetütet“: Die „Vespertüte“

Tütentechnisch alles richtig gemacht hat die Gemeinde mit der „Rudersberger Vespertüte“. Sie ist aus beschichtetem Papier und bestückt mit regionalen Leckerbissen und Streuobstwiesenprodukten. Ahrens präsentierte die „neue Idee, lokale Lebensmittel zu vermarkten“ im Januar auf der Tourismusmesse CMT. Pünktlich zum Frühjahrsbeginn können die Tüten im Rathaus gekauft werden.

Vorbereitung auf die Freibadsaison

An zwei weiteren Rudersberger Dreh- und Angelpunkten regt sich passend zur aufkeimenden Natur schon etwas: Im Freibad ist Jérôme Forgerit-Balci seit Wochen schwer aktiv. Damit die Badegäste planmäßig am 1. Mai ins „hoffentlich 23 Grad“ warme Wasser hüpfen können, ist er mitten in den Auswinterungsarbeiten. „Kleinere Winterschäden beheben, Wasser im Becken ablassen und die Technik für die Wasseraufbereitung auf Vordermann bringen.“ Das Freibad Rudersberg ist modern und bestens in Schuss mit Rutsche, Sprungturm, einem 50-Meter-Edelstahlbecken, Kinderplanschbecken, Liegewiese mit schattenspendenden Bäumen und Beachvolleyballfeld.

Der Freibadverein klemmt sich mit engagierten Ehrenamtlichen dahinter, dass das beliebte Familienbad erhalten bleibt.

„Traum“-Note für den Wohnmobil-Stellplatz

Ab kommender Saison werden häufiger mal Wohnmobile vor dem Freibad parken. In der Verlängerung des Parkplatzes stellt die Gemeinde einen Stellplatz zur Verfügung. Wohnmobilfahrer Hans Bischof hat den Platz getestet - und fand nichts auszusetzen. „Man hat Strom und Frischwasser, kann Grauwasser und die Toilette entsorgen.“ Der Rentner kommt rum in der Welt und weiß, was dem Wohnmobilisten wichtig ist. „Die Lage am Ortsrand ist toll, man ist schnell überall, kann per Fahrrad den täglichen Bedarf einkaufen, von hier aus direkt loswandern, das Freibad nutzen, fantastischer Blick ins Grüne.“ Kurzum: Ein Traum - natürlich nicht nur morgens um 11 Uhr.

 

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