15:00 Uhr - Hegnacher Mühle

Aus Liebe zur uralten Handwerkstradition

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Müller Ulrich Stietz kontrolliert die Arbeit der Kornmahlwerke. © Ralph Steinemann Pressefoto
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Müller Ulrich Stietz kontrolliert die Arbeit der Kornmahlwerke. © Ralph Steinemann Pressefoto

Aus Liebe zur uralten Handwerkstradition

15 Uhr im Naturschutzgebiet Unteres Remstal: Der Fluss gluckert beschaulich, die Vögel zwitschern, Spaziergänger suchen Erholung. Mitten in dieser Idylle liegt die Hegnacher Mühle und stellt in uralter Handwerkstradition gute und gesunde Lebensmittel her.

Um diese Uhrzeit werden die Walzenstühle abgestellt, die das Getreide vermahlen. Seit 6 Uhr haben sie etwa vier Tonnen Getreide verarbeitet. Feierabend ist aber noch lange nicht, denn die Maschinen brauchen ja morgen wieder „Nahrung“. Also wird die Getreidereinigung eingeschaltet. Über viele Reinigungsmaschinen wird das Produkt von allen Fremdpartikeln befreit: Spelzen, Steine, Metall, Unkrautsamen, Mutterkorn, Staub ... Erst nachdem die vier Tonnen fertig gereinigt sind, kehrt Ruhe ein in dem 140 Jahre alten Gemäuer.

Entlang der Rems ist die Hegnacher Mühle die letzte, die noch ihren Dienst tut. Auf den Feldern der umliegenden Ortschaften wächst der Weizen, Roggen und Dinkel. Daraus wird eines unserer wichtigsten Grundnahrungsmittel hergestellt: das Mehl. Faire Preise für die beliefernden Landwirte tragen dazu bei, dass auch im städtisch geprägten Ballungsraum bäuerliche Landwirtschaft eine Zukunft hat.

„Uns ist es wichtig, unseren Kunden zu zeigen, dass das Getreide, das bei uns wächst, etwas mit dem zu tun hat, was wir essen“, sagt Müller Ulrich Stietz. „Von der Pflanze auf dem Acker bis zum fertigen Mehl setzen wir den kleinstmöglichen Kreislauf um. Das tut der Umwelt gut, das tut unseren Lieferanten gut und das tut auch den Kunden gut, weil hier keine anonymen Agrarkonzerne und Lebensmittelspekulanten ihre undurchsichtigen Geschäfte treiben, sondern verantwortungsbewusste Fachleute, die ihre Arbeit mit Herz und Hand tun.“

Die leckeren Müslimischungen der Hegnacher Mühle zeigen, dass man aus Getreide mehr machen kann als nur Mehl. „Zucker setzen wir dabei keinen zu, weil wir davon überzeugt sind, dass ein gutes Müsli seinen Geschmack nicht überdecken darf.“ Ein breites Angebot an weiteren Getreideprodukten und Zutaten zum Thema Backen runden das Sortiment ab. Außerdem erhalten die Kunden bei der Hegnacher Mühle jede Menge Rezepte, Tipps und Anregungen.

Gut ausgebildete Fachleute

Die Müller in der Hegnacher Mühle sind nicht dem Märchenbuch der Gebrüder Grimm entsprungen. Sie sind gut ausgebildete Fachleute in allen Fragen zum Thema Getreide. „Gerne geben wir unser Wissen und unsere Begeisterung für unsere Produkte an unsere Kunden weiter. Für Gruppen öffnen wir gern unsere Tür und plaudern aus unserem Nähkästchen.“ Denn Backen ist nichts, das man anderen überlassen sollte oder müsste. „Wenn Sie selbst den Teig kneten, wenn der Duft frisch gebackenen Brotes durch das Haus zieht, dann hat das sehr viel zu tun mit Wohlbefinden, mit Gesundheit und Ursprünglichkeit. Es braucht nicht mehr dazu als Mehl, Wasser, Salz und Hefe“, betont Ulrich Stietz.

Die Hegnacher Mühle liegt mitten im idyllischen Naturschutzgebiet Unteres Remstal. Wo der Fuchs dem Hasen noch „Gute Nacht“ sagt und wo der metallblau leuchtende Eisvogel pfeilschnell auf die Jagd geht, taucht man in eine ganz andere Welt ein.

Ein Besuch in der Hegnacher Mühle lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht. „Seien Sie herzlich willkommen in der Wirklichkeit eines reizvollen Handwerksbetriebes. Wie wir Müller sagen – Glück zu!“

 

Hegnacher Mühle
Hegnacher Mühle 1
71334 Waiblingen-Hegnach
Telefon: 07151 / 53580
www.hegnachermuehle.de