10:00 Uhr - Heilpraktikerin Bettina Zapf

„Mit etwas Mut geht es einem besser“

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Seit 15 Jahren ist Bettina Zapf als Familienaufstellerin in ihrer eigenen Praxis in Waiblingen-Hegnach tätig. © siehe Bildtext
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Seit 15 Jahren ist Bettina Zapf als Familienaufstellerin in ihrer eigenen Praxis in Waiblingen-Hegnach tätig. © siehe Bildtext

„Mit etwas Mut geht es einem besser“

In jeder Familie gibt es Werte und Vorstellungen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden – bewusst und unbewusst. Meistens Letzteres. „Und das sind die Punkte, die später oftmals zu Problemen führen.“ Morgens um 10 Uhr beginnt Heilpraktikerin Bettina Zapf mit ihrer eigentlichen Arbeit – zuvor hat sie in ihrer einstündigen Telefonsprechstunde – immer wochentags von 8 bis 9 Uhr – ihren Patienten bereits mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Wer kennt das nicht? Man steckt in einer Sackgasse und findet den Weg nicht mehr heraus? Persönliche Schwierigkeiten, Ängste, Depressionen und sogar Krankheiten sind oft Wiederholungen von Ereignissen, die schon einmal in der Familiengeschichte vorkamen. Leidet etwa die Oma häufig an Migräne, ist es nicht selten, dass auch ihre Tochter und Enkeltochter betroffen sind.

„Diese Muster zu lösen war mein Antrieb für meine Spezialisierung als Heilpraktikerin und Familienaufstellerin, denn Symptome und Ursachen stehen oft gar nicht im direkten Zusammenhang mit dem Patienten, sondern liegen oftmals in der Familie.“

Ein Beispielfall: Scheidung der Eltern

Bei einer Scheidung steht die Tochter innerlich bei ihrer Mutter und wendet sich damit gegen ihren Vater. „Das bedeutet, die Tochter trägt die Trennung mit der Mutter partnerschaftlich mit. Hieraus kann sich als Folge ergeben, dass sie später als erwachsene Frau eine Abwehrhaltung gegen Männer entwickelt, da sie diese Gefühle bereits in der Scheidungszeit der Eltern entwickelt hat“, erklärt Bettina Zapf. Die Folge: Die durch die Mutter erzeugten, negativen Gefühle in Bezug auf ihren Vater projiziert die Tochter auf spätere Bekanntschaften mit Männern – ein Umstand, der ihr Leben erheblich erschweren kann.

Ziel und Ablauf von systemischen Familienaufstellungen

Systemische Familienaufstellungen finden mit realen Personen statt. Im Vorfeld führt Bettina Zapf intensive Gespräche mit den Patienten (im Beispiel: mit der Tochter), um die Thematik, die Gefühlswelt und Ängste zu erarbeiten. In manchen Fällen arbeitet Bettina Zapf statt mit realen Personen auch mit Figurenaufstellungen (Bild links), die in den Einzelsitzungen durchgeführt werden. Eine systemische Aufstellung folgt einem grundlegenden Prinzip – dem Prinzip der Stellvertreter. In der Regel sind bis zu 15 Personen anwesend, Bettina Zapf leitet die Aufstellung.

Die Patientin (die Tochter) wird aufgefordert, intuitiv Stellvertreter für ihre Familienmitglieder aus der Gruppe auszuwählen und diese im Raum zu positionieren. Auch für sich selbst wählt sie eine Stellvertreterin aus – die Aufstellerin ist Beobachterin. Die Aufstellerin gibt jedem Stellvertreter eine Hilfestellung, so dass sie sich in die Rolle hineinfühlen und ihren eigenen Emotionen folgen können.

„Die Gefühle dahin zurückgeben, wo sie hingehören“

Oftmals bringt eine Aufstellung unbewusste, ungesagte und verdrängte Emotionen ans Licht, so dass diese erst in diesem Moment von der Aufstellerin wahrgenommen und erkannt werden. Ziel ist es, diese Gefühle wieder dorthin zurückzuschicken, wohin sie gehören (von der Tochter zur Mutter) – sie lernt, dass sie die Gefühle der Mutter mitgetragen hat, ihre bisherigen Emotionen einzuordnen und ab dem Zeitpunkt anders damit umzugehen.“

 

Heilpraktikerin Bettina Zapf
Robert-Bosch-Straße 1
71334 Waiblingen-Hegnach
Telefon: 07151 / 29911
0171 / 7837224
www.bettina-zapf.de