Kochen & Rezepte

Vegane Ei-Ersatzprodukte im Test: Was können Greenforce, Veganz, MyEy und Co.?

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Im Test: Vegane Ei-Ersatzprodukte. © Clara Eisenreich

Die Regale mit veganen und vegetarischen Ersatzprodukten füllen sich weiter mit Neuheiten. Passend zu Ostern hat unsere Redakteurin Ei-Ersatzprodukte für Spiegelei, Rührei und Co. getestet. Alle getesteten Produkte sind vegan. Die meisten versprechen außerdem, auch zum Backen geeignet zu sein, was nicht getestet wurde. 

Nogg
Das vegane Rührei von Nogg. © Clara Eisenreich

Nøgg Rührei: Rührei aus dem Tetrapack

Gleich einen ganzen Liter veganes Rührei bekommt man von der Marke Nøgg. Die Zubereitung ist simpel, da man die Ei-ähnliche Flüssigkeit lediglich in der Pfanne bei mittlerer Hitze anbrät. Nach dem Braten hat das Nøgg Rührei jedoch eine klebrige, breiige Konsistenz. Auch fehlt die sonst für Rührei typische unterschiedliche Konsistenz einzelner Stücke. Geschmacklich war es gut, jedoch fehlt der leicht schwefelige Ei-Geschmack. Im Preis-Leistungs-Verhältnis schneidet das Nøgg Rührei mit 7,59 Euro pro 1000 Gramm mit am besten ab. Fazit: zwei von fünf Ostereiern.

Veganz Brotzeit-Ei: Gewöhnungsbedürftige Verpackung, überzeugender Geschmack

Zugegeben: Die Verpackung des veganen Eis von Veganz hat mich zunächst etwas abgeschreckt. Es kommt in einer vakuumierten Plastikverpackung gefüllt mit einem schlauchförmigen veganen Ei in einer wässrigen Flüssigkeit. Geruch und Geschmack konnten aber überzeugen: Bereits beim ersten Anschnitt hat das Ei stark nach Ei gerochen, was auch im Geschmack geblieben ist.

Besonders gut gefallen haben mir die verschiedenen Konsistenzen: Wie man es von einem gekochten Hühnerei kennt, ist das Eigelb weicher als das Eiweiß. Der Preis liegt bei 2,99 Euro pro 100 Gramm. Ich vergebe vier von fünf Ostereiern.

Veganz
Das vegane Brotzeitei von Veganz. © Clara Eisenreich

MyEy: Veganes Spiegelei

Auf den Ei-Ersatz von My Ey war ich vor dem Test besonders gespannt. Das erste Mal gesehen habe ich MyEy bei der Fernsehsendung "Die Höhle der Löwen". Entwickelt wurde das vegane Eiweiß und das vegane Eigelb von einem Konditormeister aus Österreich. MyEy soll vor allem beim Kochen und Backen Hühnereier ersetzen. Jedoch wird auch mit einem veganen Spiegelei geworben. Der Ei-Ersatz von MyEy kommt in Pulverform. Für jeweils 9,99 Euro bekommt man 200 Gramm Eiweißpulver (entspricht laut Verpackung 40 Eiklar) und 200 Gramm (entspricht laut Verpackung 60 Eigelb) Eigelb-Pulver. Beide rührt man an und brät sie, das Eigelb in der Mitte des Eiweiß', in einer Pfanne zu einem Spiegelei aus.

MyEy
Das vegane Spiegelei von MyEy. © Clara Eisenreich

Optisch kann man bei MyEy mit etwas Fantasie ein veganes Spiegelei erkennen. Konsistenz und Geschmack sind davon jedoch weit entfernt. Gerade das Eiweiß ist sehr klebrig und auf der gebrateten Seite sehr fest. Auch schmeckt das Ei sehr salzig, der schwefelige Ei-Geschmack fehlt. Ich vergebe nur zwei von fünf Ostereiern.

Veganes Ei – Rührei und Omelett von Greenforce

Ebenso wie das Eiweiß und das Eigelb von MyEy kommt der vegane Ei-Ersatz von Greenforce in Pulverform. Mit kalten Wasser angerührt wird er für circa drei bis vier Minuten gebraten.

Greenforce
Das vegane Rührei von Greenforce. © Clara Eisenreich

Die Konsistenz ist sehr ähnlich zu Rührei, der Geschmack ist mild. Das Produkt von Greenforce kostet 3,99 Euro pro 100 Gramm. Der Inhalt einer Packung ergibt laut Greenforce zehn Eier. Der Ei-Ersatz von Greenforce bekommt vier von fünf Ostereiern.

Tofu Lord: Ei auf Tofu-Basis

Die "Vegan-Eia" von Lord of Tofu kommen, wie auch das Brotzeitei von Veganz in festen, einzelnen Rollen eingeschweißt in Plastik. Diese kann man laut Packungsbeilage als Spiegelei, Rührei oder auch als hartgekochtes Ei zubereiten. 

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Die "Vegan-Eia" von Lord of Tofu als Rührei. © Clara Eisenreich

Die Konsistenz und der Geschmack erinnern an ein Tofu Scramble. Die Vegan-Eia sind etwas fester als gewöhnliches Rührei. Dennoch fehlt der Ei-Geschmack und das Produkt konnte nicht ganz überzeugen. Für 3,99 Euro bekommt man 200 Gramm Ei-Ersatz. Ich vergebe zwei von fünf Ostereiern.

Lord of Tofu 2
Die "Vegan-Eia" von Lord of Tofu als Spiegelei. © Clara Eisenreich

Fazit: Veganer Ei-Ersatz bleibt ausbaufähig

An veganen Ei-Ersatz muss die Lebensmittelindustrie wohl noch etwas arbeiten. Gerade die Konsistenz ist bei vielen Produkten ausbaufähig. Besonders gut gefallen hat mir das vegane Brotzeitei von Veganz. Mit einem Preis von 2,99 Euro pro 100 Gramm wird dieses Produkt in Zukunft aber eher nur zu besonderen Anlässen gekauft. Positiv überrascht hat mich das vegane Rührei von Greenforce. Hier haben Konsistenz, Geschmack und Preis gestimmt.

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