VfB Stuttgart

Ärgerliche VfB-Pleite in Dortmund: Warum Sportdirektor Mislintat trotzdem stolz ist

Fußball Borussia Dortmund vs. VfB Stuttgart
Waren trotz der ärgerlichen Pleite zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft: Sportdirektor Sven Mislintat und Trainer Pellegrino Matarazzo. © Pressefoto Baumann

Eine Niederlage in Dortmund ist für eine Mannschaft vom Kaliber des VfB Stuttgart eigentlich kein Grund zum Trübsal blasen. Beim Tabellenzweiten ist das Team im zweiten Jahr nach dem Aufstieg schließlich nicht zum Siegen verdammt. Doch nach der 1:2-Pleite vom Samstagnachmittag (20.11.) müssen sich die Schwaben gewaltig ärgern. Sportdirektor Sven Mislintat war dennoch stolz auf seine junge Truppe.

Eine eigene Ecke fliegt dem VfB um die Ohren

Es lief die 85. Minute im Dortmunder Signal-Iduna-Park, als das Unheil aus Stuttgarter Sicht seinen Lauf nahm. Mit einem mutigen Auftritt hatte das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo bis dahin die mitgereisten rund 3000 Fans begeistert. Die BVB-Führung durch Donyell Malen (56.) hatte Roberto Massimo ausgeglichen (63.). In der Folge wogte die Partie hin und her. Bis der VfB in der Schlussphase des Spiels zu viel wollte und den Weiß-Roten eine eigene Ecke um die Ohren flog.

„Beim Gegentor nach der Ecke hatten wir kein strukturelles Problem, waren gut aufgestellt. Aber unser Verhalten im Umschalten war nicht gut“, analysierte der Stuttgarter Cheftrainer den späten Gegentreffer durch BVB-Kapitän Marco Reus (85.), der den couragierten VfB um den verdienten Lohn seiner harten Arbeit brachte. 

Dabei wäre ein Punktgewinn beim Champions-League-Teilnehmer aus Westfalen so wertvoll gewesen für die in den letzten Wochen arg gebeutelte VfB-Elf. Stattdessen konnte der Negativ-Lauf nicht gestoppt werden. Nach nur einem Sieg aus den letzten elf Bundesliga-Spielen rangieren die Stuttgarter erstmals in dieser Saison auf dem Relegationsplatz. Arminia Bielefeld auf dem ersten direkten Abstiegsplatz liegt jedoch nur einen Punkt hinter dem VfB.  

Mislintat und der BVB-Spirit der Meisterjahre

Sportdirektor Sven Mislintat war dennoch stolz auf die Leistung seiner Jungs an seiner alten Wirkungsstätte. Auch die mangelhafte Konterabsicherung vor dem letztlich spielentscheidenden Gegentreffer wollte der gebürtige Dortmunder der Mannschaft nicht ankreiden. „Ich mache den Jungs keinen Vorwurf, weil sie wollten das Spiel gewinnen. Dortmund hat einen abgefälschten Schuss und einen Konter benötigt, um zu gewinnen. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, so Mislintat, der betonte, „dass wir in Dortmund mit dem BVB-Spirit der Meisterjahre gespielt haben. Und ich als Dortmunder kann das beurteilen“. 

„Wir werden komplett bei uns bleiben“

Der Stuttgarter Kaderplaner führte die zahlreichen Widerstände (Verletzungsmisere, starker Gegner, stimmungsvolles Stadion) ins Feld und lobte den Teamspirit sowie die Arbeitseinstellung: „Da ist eine Gemeinschaft zwischen Trainerteam, der sportlichen Führung und der Mannschaft auf dem Platz.“

In den kommenden wichtigen Heimspielen gegen Mainz (26.11.) und Berlin (05.12.) wird diese Stuttgarter Schicksalsgemeinschaft wieder alles in die Waagschale werfen müssen. Und dann nach Möglichkeit endlich auch mal wieder dreifach punkten. „Wir werden komplett bei uns bleiben“, versprach Sven Mislintat, „wir lassen da keine Widerstände rein. Das ist ein verschworener Haufen.“

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