VfB Stuttgart

Überforderter VfB erkämpft einen Punkt: Die Einzelkritiken zum 0:0 in Bochum

Fußball VfL Bochum 1848 vs. VfB Stuttgart
Erzielte die vermeintliche 1:0-Führung für den VfB, spielte den Ball davor aber mit der Hand: Konstantinos Mavropanos. © Pressefoto Baumann

"Ich erwarte von den Jungs eine Reaktion", so Trainer Pellegrino Matarazzo auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum. Der Grund: Vieles habe ihm in den letzten Wochen nicht gefallen, es sei "Sand im Getriebe" gewesen - ungewohnt deutliche Kritik vom VfB-Coach. Nach umkämpften 94 Minuten wusste aber keines der beiden Teams mit dem Punkt so richtig etwas anzufangen. Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Florian Müller: Hielt den VfB in Halbzeit eins im Spiel, hatte in Halbzeit zwei aber ein paar Wackler in seinem Spiel. Hatte kaum einen Ball sicher, sondern ließ viele zur Seite oder ins Zentrum abprallen. Macht nicht immer den sichersten Eindruck - Note: 3,5

Atakan Karazor: Rückte für Marc Oliver Kempf eine Reihe zurück und bildete mit Waldemar Anton das Innenverteidiger-Duo. Machte einen wachen Eindruck und hatte die stärkste Zweikampfquote seines Teams (88 Prozent). Versuchte seine Vorderleute beim Aufbauspiel zu sortieren - das gelang ihm aber nicht immer - Note: 3

Waldemar Anton: Hatte große Mühen, seine Vierer-Kette zusammenzuhalten und wirkte beim Gegenpressing ebenfalls überfordert. Trotzdem starke Zweikampfquote (75 Prozent) und ließ in Halbzeit zwei nichts mehr anbrennen - Note: 3,5

Konstantinos Mavropanos: Hatte mit Gerrit Holtmann alle Hände voll zu tun und wurde als Rechtsverteidiger ein ums andere Mal überlaufen. Gewohnte Probleme bei der Spieleröffnung, kam mit dem Gegenpressing zu Beginn gar nicht klar. War in Halbzeit zwei auffälligster Mann: Erzielte fast das 1:0, hatte den Ball aber mit seinem Oberarm gestoppt. Wurde in viele Zweikämpfe verwickelt und fightete bis zum Schluss - Note: 3

Borna Sosa: Kam in ungewohnter Linksverteidiger-Position zum Einsatz und wurde somit seiner größten Stärke beraubt: den offensiven Flankenläufen. Musste sich auf seiner linken Seite auf die Defensivaufgaben konzentrieren und hatte da große Probleme gegen den flinken Antwi-Adjei. Schwache Zweikampfquote (33 Prozent), der junge Kroate hat mehr drauf - Note: 4

Wataru Endo: Fand fast nicht statt. Verlor ungewohnt viele Bälle und konnte sich aus dem aggressiven Gegenpressing nicht befreien. Konnte sich immerhin als gewohnt zweikampfstarker Sechser in Szene setzen (75 Prozent gewonnene Duelle). Leichte Steigerung in Halbzeit zwei - Note: 4

Orel Mangala: War zwar offensiv der stärkere Part auf der Sechs, hatte aber Probleme in der Arbeit gegen den Ball. Gewann nur ein Drittel seiner Zweikämpfe und ließ seinen Nebenmann oft im Stich - Note: 4,5

Omar Marmoush: Forderte viel den Ball und hatte Bock, zu kicken. Verlor aber zu schnell den Ball und verpasste oft den richtigen Moment, um seinen besser positionierten Mitspieler zu finden. Auch in Halbzeit zwei machte er ein paar gute Aktionen mit schwachem Passspiel zunichte - Note: 4,5

Tanguy Coulibaly: War in Halbzeit eins der einzige Stuttgarter, der halbwegs Gefahr ausstrahlte. Hatte ein paar gute Aktionen über die rechte Seite, machte aber zu wenig draus. Agierte in Halbzeit zwei in der Sturmspitze, konnte dort aber auch nicht die nötigen Akzente setzen - Note: 4

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Mateo Klimowicz: Ging gegen aggressive Bochumer komplett unter. Hatte keinen Zugriff zum Spiel und nur zehn Ballkontakte. Dazu spielte er nur vier (!) Pässe, wovon er nur zwei anbrachte. Eine absolute Horror-Statistik, zu der es keinen weiteren Kommentar bedarf. Wurde nach 45 Minuten ausgewechselt - Note: 6

Hamadi Al Ghaddioui: War als alleiniger Stürmer die ärmste Sau, wurde von seinen Mitspielern nicht eingebunden. Hatte wie Klimowicz sehr wenig Ballaktionen und keinen Schuss auf oder in Richtung des Tores. Ein Nachmittag zum Vergessen, nach einer Halbzeit war Schluss - Note: 5,5

Erik Thommy (ab der 46. Minute für Mateo Klimowicz): Sollte das Offensivspiel neu beleben. Versuchte viel und schmiss sich in jeden Zweikampf, konnte aber nur einmal aufs Tor schießen - Note: 3,5

Chris Führich (ab der 46. Minute für Hamadi Al Ghaddioui): Wurde vor dem Spiel von Trainer Matarazzo in höchsten Tönen gelobt und sollte für neuen Schwung in Halbzeit zwei sorgen. Das gelang dem 23-Jährigen, der sofort das Heft in die Hand nahm und der gefährlichste Stuttgarter auf dem Feld war. Initiierte viele gefährliche Aktionen - Note: 2

Daniel Didavi (ab der 85. Minute für Orel Mangala): Ohne Bewertung

Roberto Massimo (ab der 85. Minute für Tanguy Coulibaly): Ohne Bewertung

Marc Oliver Kempf (ab der 85. Minute für Konstantinos Mavropanos): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form