VfB Stuttgart

1:0-Sieg gegen Werder Bremen: Kurioses Eigentor schiebt den VfB Stuttgart auf Platz sieben

Fußball VfB Stuttgart vs. SV Werder Bremen
Die Szene der Partie: Eine abgefälschte Flanke von Borna Sosa fällt dem Werder Verteidiger Augustinsson auf den Kopf - der Siegtreffer für den VfB. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat am Ostersonntag eine umkämpfte Partie gegen Werder Bremen mit 1:0 gewonnen. Das Spiel der beiden Bundesliga-Dinos war geprägt durch viele Zweikämpfe und ideenloses Angriffsspiel. Sinnbildlich für den Verlauf der Partie erzielte der Bremer Abwehrspieler Augustinsson per Eigentor den Stuttgarter Siegtreffer. Durch den Heimsieg springen die Schwaben auf den siebten Tabellenplatz und haben nun 39 Punkte auf dem Konto.

Fahrige Stuttgarter, gut verteidigende Bremer – zähe erste Hälfte

Bei strahlendem Sonnenschein nahm Pellegrino Matarazzo zwei Veränderungen an seiner Startelf vor. Im Vergleich zur 0:4-Klatsche in München sollte für den mit einem Kreuzbandriss länger ausfallenden Silas Wamangituka der junge Franzose Tanguy Coulibaly über die rechte Seite Druck machen. Der lauffreudige Philipp Förster rückte für den 18-jährigen Naouirou Ahamada in die Aufstellung, der gegen den Rekordmeister oft überfordert wirkte. Orel Mangala, bislang neben Wataru Endo in der Stuttgarter Schaltzentrale gesetzt, musste erneut mit einer muskulären Verletzung pausieren.

Die Gäste aus Bremen machten zu Beginn der Partie den wacheren und aktiveren Eindruck. Der VfB wirkte ungewohnt fahrig und unkonzentriert. Folgerichtig hatten die Gäste anfangs die Oberhand, Romano Schmid prüfte in der neunten Spielminute den Stuttgarter Schlussmann Gregor Kobel zum ersten Mal. In der 22. Minute setzte Augustinsson eine Direktabnahme am rechten Pfosten vorbei. Nach 25 Minuten kam der VfB zu seiner ersten Chance: Philipp Förster zwang Werders Keeper Pavlenka zu einer starken Parade.

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In der Folge versuchten die Schwaben, die Spielkontrolle an sich zu reißen. Die Werderaner begegneten dem Stuttgarter Plan mit harter Zweikampfführung, es entwickelte sich eine zähe Partie. Die wenigen Chancen, die sich dem VfB im Strafraum der Bremer boten, wurden zu schlampig und zu wenig zielstrebig ausgespielt. Kurz vor der Pause gingen die Gäste fast in Führung: Niclas Füllkrug pflückte eine Flanke perfekt aus der Luft, Dinos Mavropanos konnte den Rückstand mit einer eingesprungenen Grätsche gerade noch verhindern. So ging es mit einem ereignisarmen 0:0 in die Halbzeit.

Wenig Chancen in Halbzeit zwei, kurioser Siegtreffer

Die zweite Hälfte begann, wie die erste endete: Mit einem besseren Start für Werder Bremen. Milot Rashica tankte sich auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe landete am Elfmeterpunkt bei Niclas Füllkrug. Der Stürmer schoss den Ball aber unbedrängt über den Kasten von Gregor Kobel, da war mehr drin (55.). Die Stuttgarter Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Mateo Klimowicz und Borna Sosa spielten sich über die linke Seite in den Werder Strafraum, der junge Argentinier scheiterte aber am Bremer Schlussmann (57.).

Die Stuttgarter agierten nun deutlich offensiver und hatten mehr vom Spiel. Wie in Halbzeit eins spielten Borna Sosa, Philipp Förster und Co. ihre Chancen aber zu schlampig aus, oft scheiterte es am letzten Pass. Da auch die Bremer zu fahrlässig mit ihren Chancen umgingen, gab es kaum gefährliche Torabschlüsse. Sinnbildlich für das harmlose Stuttgarter Offensivspiel fiel in der 82. Minute der 1:0-Siegtreffer: Eine Flanke von Borna Sosa rutschte Sasa Kalajdzic über den Scheitel und prallte vom Kopf von Werders Abwehrspieler Augustinsson ins Gäste-Tor. Ein schmeichelhafter Sieg für den Aufsteiger, der aufgrund der destruktiven Spielweise der Bremer aber in Ordnung geht.

VfB Stuttgart - Werder Bremen 1:0 (0:0)

Stuttgart: Kobel - Mavropanos, Anton, Kempf - Sosa, Förster (78. Didavi), Castro (86. Karazor), Endo, Coulibaly (89. Stenzel) - Klimowicz (78. Churlinov) - Kalajdzic

Bremen: Pavlenka - Friedl, Toprak, Groß (84. Dinkci) - Augustinsson, Möhwald (88. Erras), Eggestein, Gebre Selassie - Schmid (73. Osako), Rashica - Füllkrug (73. Selke)

Tore: 1:0 ET Augustinsson (82.)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: -

Gelbe Karten: Förster (16.) - Möhwald (12.), Eggestein (51.)

Besondere Vorkomnisse: